In seiner Funktion als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Breckerfeld betonte Thomas Lay in seiner Begrüßungsrede, er sei stolz darauf, dass der Kreisfeuerwehrverband erneut die Hansestadt für den Neujahrsempfang gewählt habe. Er bezeichnete die Wehren als „starke Gemeinschaft“ und dankte allen tatkräftigen Helfern der Feuerwehr Breckerfeld für die Ausrichtung.
„Auf die Feuerwehr ist immer Verlass“
Danach begrüßte Landrat Olaf Schade die Gäste, darunter auch die Landtagsabgeordneten Kirsten Stich und Verena Schäffer, den neuen Kreisbrandmeister Dennis Wichert sowie die Bürgermeister der Kreisstädte, die ihre Feuerwehrführungen ebenfalls nach Breckerfeld begleitet hatten. Schade bezeichnete den Neujahrsempfang als „wunderbare Tradition“ in Breckerfeld: „Wir wissen, wenn die Feuerwehr gerufen wird, kommt sie und auf die Feuerwehr ist immer Verlass“, lobte er. Dementsprechend habe die Feuerwehr im Kreis ein gutes Ansehen und auch die Bürger seien sehr stolz auf sie.

Landrat: „Wir stehen zu Ihnen“
Im Namen der Kreisverwaltung dankte der Landrat den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräften, vor allem im Hinblick auf die besonderen Herausforderungen bei Einsatzsituationen wie Hochwasser und den Vegetationsbränden im Sommer.
Abschließend überreichte er dem – im Oktober 2023 aus dem Amt geschiedenen – Präsidenten Rolf-Erich Rehm eine Luftaufnahme vom Gelände des Gefahrenabwehrzentrums sowie einen kleinen Präsentkorb: „Der Verband und Rolf-Erich Rehm haben dieses, für die Feuerwehren wichtige Zentrum, seit Jahren immer wieder gefordert. Derzeit befindet es sich im Bau“, so Schade. „Ich habe große Hochachtung vor der Arbeit unserer Feuerwehren. Wir brauchen Sie, wir stehen zu Ihnen.“

Austausch der Wehren ist wichtig
Der neue Kreisbrandmeister Dennis Wichert überbrachte ebenfalls ein Grußwort und stellte darin die Einsatzkräfte als Menschen und als „wichtigstes Gut“ in den Vordergrund: „Wir brauchen Menschen, die sich ehrenamtlich in den Einheiten engagieren. Denn ein Gefahrenabwehrzentrum oder ein Löschfahrzeug welches leer ist, funktionieren inhaltlich nicht.“ Wichert bezeichnet das Format des Neujahresempfangs als einzigartig: „Hier treffen sich die Feuerwehren, Vertreter des Kreises und die Politik in unbeschwerter Runde und kommunizieren miteinander. Und dieser Austausch ist sehr wichtig.“
„Krisen kommen schneller und anders“
Auch Wichert ging in seiner Ansprache auf das neue Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) ein, das am Strückerberg in Ennepetal entsteht: „Das GAZ ist noch nicht fertig und die Akteure eilen von Krise zu Krise: Sei es Hochwasser, Energiemangellage, Unwetter oder alltägliche Schadensereignisse.“ Das GAZ sei im vergangenen Jahr in den Gremien der kreisangehörigen Kommunen viel diskutiert worden, denn die Investition mit einem Budget in Höhe von 113,5 Millionen Euro belaste die Haushalte aller Kommunen: „Leider wird die Wichtigkeit des Projektes durch diese finanzielle Diskussion in den Schatten gestellt. Für die wirkungsvolle Gefahrenabwehr ist ein solches Zentrum notwendig. Die Krisen kommen schneller und anders“, so Dennis Wichert.

Bei Dauerregen waren 10.700 Kameraden im Einsatz
Bezirksbrandmeister Uwe Wiedenbeck überbrachte im Anschluss Grüße der Bezirksregierung Arnsberg. Er bezeichnet den Jahresauftakt in Breckerfeld als „tolle Sache“, wünschte den Akteuren der Feuerwehren viel Erfolg bei den Planungen in 2024 und mehr Atempausen in der turbulenten Zeit. Auch er stellte dar, wie wichtig die Gefahrenabwehr in der Gesellschaft sei: „Während der Dauerregenlage zu Weihnachten und zum Jahreswechsel haben 10.700 Feuerwehrleute ihren Dienst versehen. Davon auch Einsatzkräfte der EN-Feuerwehren, die überörtlich, unter anderem in Hamm, tätig waren.“
Der Bezirksbrandmeister dankte ebenfalls den Einsatzkräften für den alltäglichen Einsatz. „Ohne Euch wäre unsere Gesellschaft ärmer. Ich bin sehr stolz auf Euch“.
Ehrungen und Auszeichnungen
Nach den Grußworten fanden im Rahmen des Neujahrsempfangs besondere Ehrungen auf der Agenda: Präsident Rolf-Erich Rehm ehrte den Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes Hagen, Brandinspektor Christian Sommer, mit der silbernen Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Ennepe-Ruhr und hob dabei lobend gemeinsame Aktivitäten wie die Ausbildung für die Jugendfeuerwehr hervor.

Als Sprecher der Ehrenabteilung wurde Johannes Tüller aus Hattingen, auf eigenen Wunsch, verabschiedet. Tüller, Träger der goldenen Ehrennadel, übte diese Funktion seit 2007 aus und wurde von Rehm zum Abschied zum Ehrenmitglied des Verbandes ernannt.
Neuhaus erhält goldene Ehrennadel
Mit der goldenen Ehrennadel des Verbandes wurde der Vize-Präsident Markus Neuhaus (Hattingen) ausgezeichnet. Neuhaus habe sich lange Zeit als Kreisjugendfeuerwehrwart eingebracht und ist seit 2022 Mitglied des Verbandspräsidiums: „Neue Aspekte wurden durch Markus Neuhaus in den Verband getragen. Sachkundig, kameradschaftlich und mit hohem Fachwissen hat er sich dort engagiert und bewährt,“ so die Begründung für die Ehrung.

Sternsinger zu Besuch
Nach dem offiziellen Teil kamen die Sternsinger zu Besuch in die Feuer- und Rettungswache, danach ging es zum lockeren Part mit einem gemeinsamem Mittagessen über.

Lob für die Ausrichter
Aus dem Kreisfeuerwehrverband gab es nach dem Neujahrsempfang großes Lob: „Alle Beteiligten bedanken sich bei den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Breckerfeld für die Ausrichtung und Bewirtung des Neujahrsempfangs. Es war eine tolle Veranstaltung.“









