In der ehemaligen Backstube der traditionsreichen Bäckerei Arnold an der Frankfurter Straße kehrt bald neues Leben ein: Antonella Schmaling plant die Eröffnung eines Cafés — eine Nachricht, die viele Breckerfelder freuen dürfte. Im Gespräch mit LokalDirekt erzählt sie von ihren Plänen, Ideen und Wünschen.
Kernsanierung mit viel Liebe zum Detail
Aktuell gleicht das Ladenlokal noch einer Großbaustelle, die Veränderungen sind umfassend: „Hier bleibt eigentlich kein Stein auf dem anderen“, sagt Antonella Schmaling beim Ortstermin am Montag, 8. Juni. Neuer Estrich, frischer Wandputz, komplett erneuerte Elektrik und moderne Sanitäranlagen inklusive Wickelkommode entstehen derzeit. Auch die Fenster werden versetzt, und ein besonderes Detail ist bereits fest eingeplant: ein großes „Sitzfenster“, das nicht ganz bis zum Boden reicht und zum Verweilen einladen soll.
Das Café selbst wird rund 65 Quadratmeter groß sein und etwa 18 bis 20 Sitzplätze bieten. Hinzu kommt eine kleine Terrasse im Innenhof, auf der weitere acht bis zehn Gäste Platz finden können. Dabei orientiert sich die Ausrichtung des Lokals nicht zur Frankfurter Straße hin, sondern bewusst in den ruhigeren rückwärtigen Innenhof.
„Dein neues Lieblingscafé“ sucht noch einen Namen
Noch trägt das Projekt keinen festen Namen. In sozialen Netzwerken spricht Antonella Schmaling momentan augenzwinkernd von „Dein neues Lieblingscafé“. Dabei soll es jedoch nicht bleiben: „Ich möchte mich noch nicht festlegen. Vielleicht starten wir einen Namenswettbewerb — ich bin gespannt auf die Ideen aus Breckerfeld“, erklärt sie.
Überhaupt setzt die künftige Betreiberin stark auf Beteiligung. Das Konzept soll bewusst offen bleiben und gemeinsam mit den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger wachsen. Geplant sind neben klassischen Kuchenangeboten auch Frühstück sowie ein kleiner Mittagstisch mit Suppen, Salaten, Sandwiches und Bowls. Einige Speisen sollen als "Lunch-Box" auch zum Mitnehmen angeboten werden. „Mir ist wichtig, dass sich die Menschen hier wirklich wohlfühlen und das Café zu ihrem Ort machen“, betont Schmaling.
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Einladung zur Baustellenbesichtigung
Eine erste Gelegenheit zur Mitgestaltung bietet sich bereits am Freitag, 12. Juni, im Rahmen der Museumsnacht. Dann öffnet auch die Baustelle ihre Türen: "Bei einem 'Café-Workshop' können interessierte Besucher dann gleich auch direkt vor Ort ihre Ideen und Wünsche einbringen", freut sich Antonella Schmaling auf zahlreiche Anregungen.
Für die passende Atmosphäre sorgt an diesem Abend ein kleines Rahmenprogramm mit Espresso, Longdrinks aus handgemachten Likören einer kleinen Likör-Manufaktur, frischem Popcorn und Bubble-Waffeln. Musikalisch begleitet Thomas Koch den Abend.
Erfahrung, Organisationstalent und große Pläne
Antonella Schmaling bringt zwar keinen klassischen Gastro-Lebenslauf mit, aber viel Erfahrung im Organisieren und im Umgang mit Menschen. Die dreifache Mutter arbeitet als ausgebildete Notfallkrankenschwester in einer Iserlohner Klinik und hat früher bereits als Diätassistentin in einer Großküche gearbeitet. „Organisation ist mein Alltag — ob in der Notaufnahme oder zu Hause“, sagt sie mit einem Lächeln. „Und ich bin mir sicher, dass hier mit etwas Unterstützung etwas Wunderschönes entstehen kann.“
Neben dem Cafébetrieb denkt sie dabei auch an kleinere kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen — eine naheliegende Idee, da eine Verbindungstür zur Buchhandlung „Seitenwind“ besteht. Auch kleinere Kaffeegesellschaften, etwa nach Taufen, Kommunionen oder Beerdigungen, möchte sie künftig ermöglichen — und damit eine in Breckerfeld bestehende Lücke füllen, denn seit der Schließung der alteingesessenen Café-Konditorei Pfingsten und der Bäckerei Arnold vor einigen Jahren fehlt es in der Stadt an einem neuen Treffpunkt dieser Art.
Eröffnung zum Jahresende angepeilt
Noch steht nicht jedes Detail fest. Gespräche mit Caterern, Metzgereien sowie Konditoreien und Bäckereien laufen bereits. Gleichzeitig möchte Schmaling aber auch selbst für ihr Café backen und kochen: „Das mache ich ohnehin leidenschaftlich gern.“
Wenn die Bauarbeiten weiterhin planmäßig verlaufen, könnte das neue „Lieblingscafé“ gegen Ende des Jahres eröffnen, erklärt die künftige Cafébetreiberin. „Bis dahin wächst das Konzept Schritt für Schritt — gemeinsam mit den Ideen der Breckerfelderinnen und Breckerfelder.“








