In den kommenden Monaten wird in Schalksmühle ein sogenanntes „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK)“ für den Bereich Löh-Am Mathagen-Mollsiepen und Teile der Bergstraße erarbeitet.
Hintergrund für die Konzepterarbeitung sind aktuelle Fragen der Stadtentwicklung der Gemeinde Schalksmühle in diesem Bereich. Konkret geht es um mögliche Ansatzpunkte für die Ergänzung und Weiterentwicklung insbesondere von Kultur-, Bildungs-, Sport- und Freizeitinfrastruktur. In dem vorgenannten Gebiet befinden sich wichtige Standorte und Einrichtungen wie der ehemalige Jahnsportplatz an der Bergstraße, die ehemalige Kreuzkirche sowie die Primusschule. Mit dem ISEK sollen hierfür Entwicklungspotentiale identifiziert und untersucht werden.
Dazu Bürgermeister Jörg Schönenberg: „Die Entwicklung der Kreuzkirche zum neuen Kultur- und Bildungsort 8Giebel wird aktuell von einer Vielzahl an Akteuren vorangetrieben und wird auch in den nächsten Jahren zur Verbesserung der Bildungs- und Kulturlandschaft in Schalksmühle weiter fortgesetzt. Weitere wichtige Fragen im Rahmen des ISEK sind insbesondere die langfristige Nutzungsperspektive für den ehemaligen Jahnsportplatz, die Erreichbarkeit aus dem Ortskern und die fußläufige Verbindung zwischen den drei Standorten 8Giebel, ehemaliger Jahnsportplatz und Primusschule. Auf Basis des Konzepts kann die Gemeinde Städtebaufördermittel beantragen und somit Planungen weiterverfolgen.“
ISEKs sind informelle Planungsinstrumente, haben eine mittel- bis langfristige Planungsperspektive und stellen konkrete Ziel- und Projektperspektiven dar. Zu Beginn der Erarbeitung des ISEKs in Schalksmühle steht eine umfangreiche Bestandsanalyse an. Zu der Grundlagenarbeit zählen Ortserkundungen, die Analyse von Bevölkerungs- und Sozialstrukturdaten oder die Auswertung bestehender Planungsansätze wie etwa der Sportentwicklungsplanung, dem Dritte-Orte-Prozess um die 8Giebel oder den Regionale 2025-Prozess. Im Rahmen des Beteiligungsansatzes werden städtische und nicht-städtische Akteure sowie Schalksmühler Bürger gezielt einbezogen.
Herzstück des Konzepts wird ein Handlungskatalog sein, der verschiedene, insbesondere städtebauliche, Maßnahmen umfasst. In Projektsteckbriefen werden wesentliche Details der Maßnahmen wie der genaue Tätigkeitsumfang, verantwortliche Akteure oder Kostenberechnungen zusammengetragen und abgestimmt. Außerdem wird ein Zeitplan erstellt, der allen Beteiligen – vom Bürger bis zu Land und Bund als Fördermittelgebern – die Handlungen erleichtern soll.
Im Sommer werden dann die Ergebnisse und die Konzeptinhalte in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt. Auf Grundlage des fertigen Konzepts will die Gemeinde Schalksmühle im Herbst Städtebaufördermittel beantragen. Bei einem positiven Fördermittelbescheid kann dann in den Folgejahren die Umsetzung von ersten Maßnahmen des Konzepts angegangen werden.
Mit der Konzepterstellung hat die Gemeinde die Planungsgruppe Stadtbüro aus Dortmund beauftragt. Das Planungsbüro verfügt über 30 Jahre Erfahrung mit Aufgaben und Konzepten der Stadterneuerung. Ansprechpartner für das Projekt sind Anja Wolf und Oliver Emmerichs von der Gemeinde Schalksmühle (erreichbar unter Telefon 02355/84210 bzw. 02355/84260) sowie Fabian Lollert vom Dortmunder Planungsbüro Planungsgruppe Stadtbüro (erreichbar unter Telefon 0231/9722073 und per Mail).









