Das Industriedenkmal Bremecker Hammer erwacht wieder zum Leben. Bis es richtig vorzeigbar ist, wird es noch eine Weile dauern. In der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses berichtete Uwe Hohlfeld, Vorsitzender des Fördervereins Schmiedemuseum, von den Fortschritten.
Dass es seit dem Jahr 2024 vorangeht, liegt vor allem an den engagierten Mitgliedern des derzeit 65 Köpfe zählenden Fördervereins. „Darunter sind viele Handwerker und andere Fachleute, die genau wissen, wo und wie sie anpacken müssen.“ Seit der Verein 2024 die Schlüssel für das Schmiedemuseum erhalten hat, haben sie und andere bereits viel bewegt. Das war notwendig. Seit der Schließung vor zwölf Jahren hatte sich die Natur die Anlage Stück für Stück zurückgeholt. Dazu kam die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021, die am Museum Schäden verursacht hat.
Inzwischen ist das einst von Birken und wucherndem Grün fast verdeckte Schmiedemuseum längst wieder sichtbar. Ein Aushang weist auf die Initiative des Fördervereins hin, der gepflasterte Vorplatz wird regelmäßig begangen, das Grün in den Fugen ist auf dem Rückzug. Noch ist aber der Zutritt für Unbefugte verboten.
Uwe Hohlfeld berichtete von einem Einsatz einer BKT-Technikerklasse während einer Projektwoche des Berufskollegs für Technik. Fachlich unterstützt von Museumsmitarbeiterin Ursula Delhougne und Restauratorin Lisa Hahn machten die angehenden Techniker zwei Schütze gängig. Sie entrosteten, lackierten und ersetzten verrottete Balken der Mechanik auf der Teichseite. Das junge Team arbeitete Holztüren und Metalloberflächen auf.
In den zurückliegenden Monaten durfte sich der Förderverein über viel Anerkennung freuen. So erhielt er den 2. Preis im Wettbewerb des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Das Thema „Ehrenamtliche Projekte in der Denkmalpflege“ war maßgeschneidert. Gesucht wurden „kreative Projekte, die historische Denkmäler in ihrer Substanz erhalten und gleichzeitig durch innovative Nutzungen mit neuem Leben füllen“. Zudem belegte der Verein beim Ehrenamtspreis der Volksbank in Südwestfalen den 2. Platz und erhielt eine entsprechende Dotierung. Die Sparkasse spendete 10.000 Euro für das ambitionierte Projekt. Darüber hinaus war der Förderverein beim Sponsoring-Projekt „Wir.Vereint“ der Stadtwerke Lüdenscheid erfolgreich.
Das alles habe die Aktiven stark motiviert, sagte Uwe Hohlfeld. Ziel sei es, den Bremecker Hammer erneut zu einem Ort zu entwickeln, an dem junge Menschen Technikgeschichte, Handwerk und regionale Identität unmittelbar erfahren könnten.
„Was da passiert, ist keineswegs selbstverständlich“, sagte Bürgermeister Sebastian Wagmeyer im Anschluss an den Vortrag von Uwe Hohlfeld. „Der Einsatz ist enorm. Der Verein hat da richtig Schwung reingebracht.“ Der Ausschuss quittierte das hohe ehrenamtliche Engagement mit kräftigem Beifall.









