Die Wanderstrecke hat – etwas abstrahiert – die Form des „Meinerzhagener M“: Da sich hier auch das Einstiegsportal des Sauerland Höhenflugs befindet, bot es sich für die Stadt an, die touristische Wanderinfrastruktur in und rund um Meinerzhagen aufzuwerten und für Besucher attraktiver und erlebnisreicher zu gestalten. Bei einem Wandertermin am Montag, 21. August, wurde das neue „M“ vorgestellt.
Zwei Bürgermeister nahmen an der Eröffnungswanderung „Wanderbares M“ teil: Jan Nesselrath aus Meinerzhagen und Uwe Schmalenbach aus Herscheid. Denn der Wanderweg führt zwischendurch auch über die Grenze beider Kommunen.

Nesselrath bediente sich der Bergsteigersprache, indem er in seiner Rede sagte, dass „wir vom Grundbasislager zum Valberter Gipfel“ gelangt seien.
Gemeint war der Aufstieg vom Landhaus Nordhelle zum Robert-Kolb-Turm. Ziel der neuen Wanderroute sei es auch, den Tourismus zu fördern und gleichzeitig durch digitale Neuerungen „in eine moderne Form zu gießen“.

Dazu sei es aber auch notwendig „viele Dinge zu ertüchtigen“. Darunter fallen etwa die Spielplätze, die attraktiver gestaltet werden sollen. Außerdem solle man, so Nesselrath weiter, „die Region nicht unter den Scheffel stellen“ und mit den Wanderangebotenen einen „Gegenpol“ zu den beliebten Motorradtouren schaffen.
Dank E-Bike habe auch der Fahrradtourismus Fahrt aufgenommen – also viel Potential mit dem man die „ohnehin schöne Region weiter entwickeln“ könne.

„Unter dem Motto ‚Entdecke Meinerzhagens schönste Ecken‘ verläuft die insgesamt etwa 50 Kilometer lange Strecke in vier Etappen durch die vielseitige Flora und Fauna Meinerzhagens und überrascht mit der einen oder anderen Sehenswürdigkeit am Wegesrand“, stellte Miriam Folak von der Touristinfo fest. Die Ausweisung des Wanderweges sei das Ergebnis eines Leader-Projektes, das „es uns ermöglicht hat, die Natur- und Wandererlebnisse unseres Ortes miteinander zu verknüpfen“.
Über Stock und über Stein führte der Attendorner Park-Ranger Jannick Rüsche die kleine Gruppe um die Bürgermeister durch pittoreske Landschaften, beantwortete immer wieder Fragen der Wanderer, erklärte Sachverhalte und bereicherte die Tour durch sein vielfältiges Wissen.

Die Besonderheit der Tour: abwechslungsreiche Landschaften und Biotope wie etwa die Ebbemoore, Quellen, Heide, Bäche, Wälder und – der ein oder Wanderer dankt dem Borkenkäfer – offene Kahlschlagflächen, die wunderbare Panorama-Blicke erlauben.
Auch wenn nur etwa vier Kilometer der insgesamt 50 Kilometer ausgewiesenen Wanderstrecke – hier sind zusätzliche Wanderungen durchaus möglich – absolviert wurden, erweckte die eindrucksvolle Landschaft den Wunsch, möglichst bald weitere Strecken per pedes zu erkunden.

Die Ranger des Naturparks Sauerland Rothaargebirge sind nicht nur für die Ordnung im Gebiet zuständig (etwa Müll zu beseitigen, Bänke und Wege freizuschneiden), sie bieten auch vielseitige Touren an – für interessierte Erwachsene, aber etwa auch Stöbertage für Schulkinder.
Fotogalerie:





































