Katharine Trimpop ist neue Kreissprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Märkischen Kreis. Im Rahmen einer Mitgliederversammlung am 25. Februar in Balve stimmten dafür rund 30 Teilnehmer des Kreisverbandes. Die Neuwahl war nötig, da der bisherige Sprecher Paolino Barone aus beruflichen Gründen seinen Posten aufgeben musste. Katharine Trimpop war bisher Beisitzerin. Sie stärkt mit dem Wechsel in die neue Position den Kreisvorstand, bestehend aus Marjan Eggers (Sprecherin), Jürgen Appelt (Kassierer) und Sylvia Olbrich (Beisitzerin).
Neben der Wahl der neuen Sprecherin wurden auf der Versammlung ebenfalls die neuen Delegierten für die Bundesdelegiertenkonferenz (BDK, Bundesparteitag) von Bündnis 90/Die Grünen gewählt. Judith Köster (aus Altena) und Jana Schrage (aus Halver) werden den Märkischen Kreis vertreten, als Ersatzkandidaten wurden Marco Straßberger-Tamm (aus Plettenberg) und Dirk Huhn (aus Menden) gewählt.
Nach den Wahlen und der Beratung zum Haushaltsplan unterhielten sich die Teilnehmer mit dem online zugeschalteten Benjamin Rauer (MdL, Sprecher für Arbeit, Flucht und Religionspolitik) über die Situation von Flüchtlingen insbesondere aus der Ukraine in NRW. Benjamin Rauer betonte, dass eine separate Betrachtung ausschließlich der Situation ukrainischer Geflüchteter nicht sinnvoll erscheine. Anders als allen anderen Gruppen, sei den Ukrainern grundsätzlich völlige Bewegungsfreiheit gestattet, was die Planbarkeit bei den Erstaufnahmeeinrichtungen erschwere – andererseits kämen viele Kriegsflüchtlinge aber auch direkt privat unter. Aktuell sei die Zahl der ukrainischen Personen in den Landeseinrichtungen zur Erstaufnahme stabil bis rückläufig, dafür steige die Zahl anderer Geflüchteter insbesondere aus weiteren Kriegsgebieten wie Syrien.
Die Sonderregelungen für die ukrainischen Geflüchteten, die ja im Wesentlichen auf europäischer Ebene festgelegt wurden, seien insgesamt sicher zu begrüßen, es sei aber doch fraglich, warum die Unterschiede in der Verfahrensweise bei den verschiedenen Flüchtlingsgruppen bzw. Flüchtlingskategorien so groß sein müssten. Das sei insbesondere bei dem Vergleich der Behandlung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine und Syrien schwer verständlich.
Bezüglich der extremen Unterschiede bei den Arbeitsmarkt- und Ausbildungsperspektiven, der in rechtlicher Hinsicht sehr differenzierten Flüchtlingskategorien, müsse auf Bundesebene umgedacht werden, um zu einer schnelleren Integration zu kommen.








