Möglich wird das, weil ein modernes Bauverfahren mit Stahlbeton-Fertigteilen angewendet wird. Außerdem ist aufgrund des Hochwasserschadens kein aufwändiges Planfeststellungsverfahren notwendig. Die neue Brücke soll künftigen Hochwassern besser widerstehen können. Sie wird ohne Mittelpfeiler gebaut. So kann mehr Wasser unter der Brücke her strömen.

Bei seinem Baustellenbesuch am 25. Juli betonte Oliver Krischer, dass die von der Flut verursachten Straßenschäden in NRW weitestgehend abgearbeitet seien. Auch viele beschädigte Schienenverbindungen seien inzwischen wieder hergestellt.
Die Sperrung der Brücke habe gravierende Folgen für Region nach sich gezogen. Angesichts der unterbrochenen A45 bedeute der Bau der neuen Brücke eine erhebliche Entlastung.

Das Hochwasser der Volme im Juli 2021 hatte auf rund 25 Kilometern die Infrastruktur der Volmetalbahn von Hagen über Rummenohl bis Lüdenscheid auf rund 25 Kilometern in einigen Abschnitten stark zerstört. Die Wassermassen hatten während der Flutkatstrophe einen Strömungsabweiser vor dem Mittelpfeiler beschädigt. Seitdem drückt die Volme direkt auf den Pfeiler und schwächt so seine Tragfähigkeit.
Was ist bisher passiert? Die DB hat bereits Schienen, Schotter und Schwellen ausgebaut und die über die Brücke führenden Kabel über eine provisorische Brücke verlegt. Auch die auf der Brücke liegende Weiche ist bereits zurückgebaut.

Was folgt? Im nächsten Schritt baut die DB Schutzmaßnahmen für die überführende Straßenbrücke. Mit schwerem Bohrgerät werden Bohrpfähle in den Boden getrieben, um die Baugrube uferseitig zu sichern. „Eine Herausforderung ist die Wasserhaltung während der Bauzeit“, erklärte Tobias Hausschild, DB-Netzleiter Betrieb für den Großraum Hagen. So würden zur Volme hin Spundwände gesetzt, die mit zusätzlichen BigPacks abgesichert werden, um einen Wassereintritt zu verhindern. Danach wird die Baugrube ausgehoben. Ab Ende August wird dann das alte Bauwerk abgerissen. Parallel zu diesen Maßnahmen werden die Fertigbaustelle für die neue Brücke produziert.
Beim Ministerbesuch waren auch die beiden Lüdenscheider Landtagsabgeordneten Gordan Dudas (SPD) und Ralf Schwarzkopf (CDU) vor Ort. Dudas lobte das zügige Vorgehen der Deutschen Bahn. „Das wahre Ausmaß der Schäden ist ja erst vor einem Jahr festgestellt worden.“ Schwarzkopf sagte: „Ich bin von den Planungen fasziniert. Wir wollen die Mobilitätswende. Dafür brauchen wir schnell die passende Infrastruktur.“









