Es ist kein Geheimnis und seit vielen Jahren bekannt: Lesen und Vorlesen tragen entscheidend zur kognitiven, sozialen und emotionalen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bei. Deshalb ist es erfreulich, dass es in Lüdenscheid so viele Aktionen gibt, um das Lesen zu fördern.
Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen gehen in Grundschulen und Kitas, um dort vorzulesen; Sozialverbände wie die AWO und andere haben in ihren Programmen Angebote, die das Lesen, auch das eigenständige Lesen fördern; Grundschulen organisieren Lese- und Schreibaktionen; Einrichtungen wie die Integrative Kulturwerkstatt Alte Schule haben regelmäßig Leseangebote im Programm; viele Einzelpersonen engagieren sich in Gruppen oder privat; nicht zuletzt die Stadtbücherei mit ihren Angeboten in den Sommerferien und dem Programm „Leselust“ im Herbst erreicht viele hundert Kinder und Jugendliche.
Vor diesem Hintergrund wurde folgende Idee geboren: Es wäre sicher gut, sich einmal zu treffen. Dann wüssten alle, die beim Lesen und Vorlesen aktiv sind, mehr voneinander und könnten Anregungen austauschen und vielleicht auch neue Ideen ausprobieren.
Außerdem wäre es schön, wenn alle zusammen einmal im Jahr (Vor-)Leseaktionen in einem bestimmten Zeitfenster durchführen. Der bundesweite Vorlesetag im November wäre eine geeignete Zeit, zumal dann etliche Veranstalter ohnehin Leseaktionen planen.
Dazu Rolf Scholten, Vorsitzender Freunde der Stadtbücherei: „Es soll keine neue Arbeit bedeuten, weil die, die sich engagieren, immer schon stark belastet sind. Der Austausch in einem solchen (Vor-)Lesenetzwerk soll die eigene Arbeit bereichern und erleichtern. Die Freunde der Stadtbücherei sind bereit, eine lockere Koordination zu ermöglichen.“










