Die Sicherung des vorhandenen Baumbestandes, die Steigerung der Artenvielfalt und eine verbesserte Frischluftproduktion sind die vorrangigen Ziele, die hinter der geplanten Instandsetzung des Hohenzollernparks stehen. Schon im Februar dieses Jahres wurde das Projekt zum ersten Mal vorgestellt – LokalDirekt berichtete – nun legte das Planungsbüro Finger eine überarbeitete Entwurfsplanung vor, die Bauamtsleiter Michael Schmidt am Dienstagabend, 29. November, an die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen herantrug.
Anschaulich ist vor allem die mitgelieferte Skizze, die erahnen lässt, was aus dem Hohenzollernpark einmal werden soll. Neben den bereits genannten Aspekten stehen zudem die soziale Funktion des Parks durch ein barrierefreies Wegenetz und eine gesteigerte Aufenthaltsqualität im Fokus. Baulich bedeutet das:
- Umfassende Entsiegelung von bisher versiegelten Flächen zur besseren Versickerungsfähigkeit
- Umfangreiche Pflanzungen, z.B. Blühstreifen, Sträucher, Bäume
- Insekten- und/oder Fledermaushotel
- Ertüchtigung vorhandener Natursteinmauern
- Austausch und Ergänzung von Sitzgelegenheiten
- Errichtung von Leuchten und LED-Bodeneinbaustrahlern (insektenfreundlich)
- Errichtung von Infotafeln zur Sensibilisierung der Bürger für die Folgen des Klimawandels und den Wert der städtischen Bäume für das Kleinklima in der Stadt
- Errichtung von „Parkbarrieren“ gegen wildes Parken auf den Grünstreifen
Das geplante Insektenhotel solle begehbar und somit erlebbar werden, stellte Schmidt vor. Es diene somit dem Aspekt der Umweltschulung.

Ein großes Thema sei zudem die Barrierefreiheit. Der Architekt habe festgestellt, führte Schmidt aus, dass es schwierig sei, von der Von-Vincke-Straße aus den Park barrierefrei zu erreichen. Daher habe das Planungsbüro zusätzlich eine Rampenanlage mit Handlauf eingeplant. Diese hätte, so Schmidt, Mehrkosten in Höhe von rund 20.000 Euro zur Folge, die zudem nicht Teil des Förderantrages seien – Alternativen würden geprüft.
„Wir werden die Entwurfsplanung weiter bearbeiten“, so Schmidt. Eine Beschlussfassung sei für die Sitzung des Bauausschusses im Februar 2023 geplant.
Die kalkulierten Kosten belaufen sich laut Bauamtschef Michael Schmidt auf derzeit 232.000 Euro (ohne Rampe), das ursprüngliche Budget lag bei 220.000 Euro. Davon wiederum werden 90 Prozent im Rahmen des Bundesprogramms zur „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ bezuschusst – in Summe 189.000 Euro. Der positive Zuwendungsbescheid liegt seit dem 27. Juli vor, der Bewilligungszeitraum endet am 30. November 2023.










