In den fünf Kindergärten der Gemeinde ging es hoch her. „Unsere Kinder durften von Donnerstag bis Dienstag verkleidet in die Kita kommen“, erzählte beispielsweise Sandra Schwieren, Leiterin des katholischen Kindergartens St. Elisabeth. Im Vorfeld hätte die Kinderkonferenz entschieden, die Karnevalszeit zum Thema Märchen zu gestalten. „Es ist ein richtiges Lebkuchenhaus gebaut worden und dieses durften die Kinder mit dem Kasper und der Großmutter am Rosenmontag essen“, berichtete Schwieren. An Weiberfastnacht waren zudem auch die Eltern und Großeltern eingeladen, um mit den Kindern zu feiern.

Im AWO-Kindergarten hatten die Kinder ebenfalls die Möglichkeit, das Programm zu gestalten. „Unsere Kinder haben sich für das Thema Prinzessinnen und Superhelden entschieden“, berichtete Mona Schmöle, stellvertretende Leiterin des Kindergartens. In der Turnhalle war zur Feier des Tages ein großer Bewegungsparcours aufgebaut. Und natürlich ging es an Karneval ausnahmsweise auch mal ungesund zu. An Rosenmontag gab es für die Kleinen Süßes. „Außerdem haben sich die Kinder eine Disco gewünscht“, erzählte Schmöle.
Getanzt wurde auch im Waldkindergarten in Wiblingwerde. Gefeiert wurde im Schutzraum. „Drinnen sein und feiern ist für die Kinder schon etwas Besonderes“, sagte Erzieherin Heike Märker. Damit die Polonaise aber so richtig in Schwung kommen konnte, ging die natürlich auch auch nach draußen. Außerdem wurden Masken gebastelt und Alltagshelferin Dagmar Gerzmann-Orth verwöhnte die kleinen Jecken mit frisch gebackenen Waffeln.

Auch in den Kindertagespflegen wurde gefeiert. Zum Beispiel bei den Waldzwergen in Rennerde. „Wir tanzen ein bisschen. Meist wollen die kleinen Kinder ihre Kostüme gar nicht so lange tragen. Aber ein besonderer Tag soll es dennoch werden – egal, ob mit oder ohne Kostüm“, sagte Tagesmutter Carolin Sommer.
Als Ritter auf einem echten Pferd
Am Nachmittag gingen die Partys für die meisten Kinder weiter. Zu den beliebtesten und größten Partys gehörten die des Jugendzentrums und Schmitz Pferdeerlebnishof. Im Jugendzentrum feierten zunächst die Kinder. „Es gibt Crepes, Bastelangebote und ein paar Partyspiele“, erzählte Leiterin Wibke Kramer. Während die kleinen Gäste mit der Reise nach Jerusalem, Luftballon- und Stopptanz feierten, waren die älteren Gäste des Jugendzentrums schon mit weniger zufrieden. „Meistens reicht denen schon Musik. Mal sehen, wie das heute so ist“, sagte Kramer.
In Rennerde auf dem Pferdeerlebnishof feierten die Kinder ebenfalls eine Party. Zur Feier des Tages waren sogar die Ponys ein wenig verkleidet und hatten die Mähnen geflochten. „Da wir heute so super viele Kinder haben, haben wir viele Stationen aufgebaut, die die Kinder in Zehnergruppen durchlaufen. Aber erst einmal wird jetzt gemeinsam getanzt“, erzählte die pädagogische Mitarbeiterin Miriam Kollar. Mit einer Kinderdisco, bei der die Polonaise natürlich nicht fehlen durfte, ging es los. Anschließend ging es in die Stationen. Partyspiele, Ponyreiten, Tattoos, Basteln und Essen standen auf dem Programm. „Am Ende machen wir dann noch ein paar Tanzspiele gemeinsam“, berichtete Kollar.

Die große Karnevalsparty beim Kinderturnen in Wiblingwerde bildete für die meisten Kinder aus dem Höhengebiet wohl den Abschluss des närrischen Treibens. Sowohl beim Eltern-Kind-Turnen als auch beim Vorschulkinderturnen herrschte Partylaune. Es wurde getanzt, getobt und natürlich geklettert. „Bei den größeren Kindern haben wir einige Angebote aufgebaut, die beklettert werden können. Ansonsten dürfen sich die Kinder heute einfach mal so richtig austoben“, berichtete Übungsleiterin Anke Bäcker.

Auch andere Gruppen trafen sich in den vergangenen Tagen verkleidet. Die Frauen bei der Hockergymnastik im evangelischen Gemeindehaus hatten sichtlich Spaß. Mit einem Sekt wurde zu Beginn angestoßen und heiter ging es weiter. „Natürlich bewegen wir uns heute auch. Deswegen sind wir ja hier“, sagte Übungsleiterin Rita Jörgens lachend.
Die Fotogalerie zum Karneval in Nachrodt-Wiblingwerde:




































































