Ein 67-Jähriger Nachrodter lernte im August vergangenen Jahres über eine Internetplattform eine Frau kennen, die angeblich aus Usbekistan kommt. Nach mehrwöchigem E-Mail-Kontakt erklärte die Unbekannte dem Nachrodter, dass sie eine Reise gebucht habe und ihr noch 1.400 Euro fehlen würden. Der 67-Jährige überwies das Geld nach einiger Bedenkzeit an ein ausländisches Bankkonto. Nachdem es zu weiteren Geldforderungen seitens der Unbekannten kam, schöpfte der Geschädigte Verdacht, brach den Kontakt ab und erstattete Strafanzeige bei der Polizei.
Die Polizei warnt immer wieder vor vermeintlichen Liebesbeziehungen im Internet. „Beim sogenannten Love- oder Romance-Scamming lernen die Betrüger die Geschädigten meist über Social-Media-Plattformen im Internet kennen. Anschließend täuschen die Täter Liebesgefühle vor, um eine Vertrauensbasis zu schaffen“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Diese Zuneigung würden die Täter später ausnuzten, um Notsituationen vorzutäuschen, in denen sie um die Übersendung kleinerer Geldbeträge bitten. „Erfolgt die erste Bezahlung, folgen weitere Notsituationen und damit verbunden auch neue Geldforderungen. In der Hoffnung irgendwann den Liebhaber zu treffen, überweisen die Geschädigten immer weiter Geld. Der Vermögensschaden kann schnell den sechsstelligen Bereich erreichen“, erklärt die Polizei.









