Ein Spaziergang kann zum Ernstfall werden – etwa nach einem Sturz in unwegsamem Gelände. Für solche Situationen ist die Kreisleitstelle des Märkischen Kreises technisch gerüstet. Moderne Ortungssysteme helfen dabei, Verletzte schneller zu finden.
Wie wichtig das ist, zeigte ein Vorfall im Februar in Altena: Eine Person stürzte im Wald und konnte ihren Standort nicht mehr angeben, teilt der Märkische Kreis mit. Dank der sogenannten Advanced Mobile Location (AML) konnte die Leitstelle den Aufenthaltsort dennoch ermitteln und schnell Hilfe schicken.
"Enormer Zeitgewinn"
Bei einem Notruf über die 112 aktiviert das Smartphone automatisch GPS und WLAN und übermittelt die Standortdaten an die Leitstelle. „Gerade wenn Menschen nicht wissen, wo sie sich befinden, ist das ein enormer Zeitgewinn“, sagt Stephan Volkmann, Leiter der Kreisleitstelle des Märkischen Kreises. Die Ortung ist dabei auf etwa 30 Meter genau.
Nach Angaben des Märkischen Kreises liefern derzeit rund 85 Prozent der Notrufe aus dem Mobilfunknetz verwertbare Standortdaten. Einschränkungen gibt es jedoch, wenn kein eigenes Netz verfügbar ist. Dann können zwar Notrufe abgesetzt werden, eine automatische Ortung erfolgt aber nicht.
Für solche Fälle empfehlen die Einsatzkräfte, sich vorzubereiten – etwa mit Offline-Karten oder Ortungs-Apps. Auch neuere Smartphones ermöglichen teils Notrufe per Satellit. Beim Einsatz in Altena konnte die verletzte Person schließlich gefunden und ins Krankenhaus gebracht werden.









