Zunächst hatte das Unternehmen im Rahmen eines Pilotprojektes im Bereich Rotthausen eine „Lauflichtstrecke“ getestet, das teilt Enervie mit. Nun kamen zwei weitere hinzu. Dabei würden die eingebauten LED-Leuchten so programmiert, dass sie nur bei einer erfolgten Bewegung in Betrieb gehen. Eine zentrale Steuerungsanlage schalte mittels einer Infraroterfassung im Sichtbereich auch weitere Leuchten im Vorfeld hoch. Hat die Person den Bereich passiert, dimmen sich die ins Rückfeld gelangten Leuchten auf dem Weg wieder auf die Grundeinstellung zurück, heißt es in der Mitteilung.
Somit sei die Beleuchtung nur dann in Betrieb, wenn sie auch wirklich benötigt wird. Das System funktioniere nach ersten Erkenntnissen nicht nur bei Fußgängern, sondern auch bei Rad- oder Rollerfahrern bislang reibungslos. Der regionale Netzbetreiber nutzt die intelligente Steuerungstechnik nach eigenen Angaben, um den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten.
Zwei weitere Lauflichtstrecken am Hohlweg/Unterm Ried und am Schnurrenweg
Nach dem nach eigenen Angaben erfolgreichen Test habe das das Unternahmen nun Ende Oktober zwei weitere Lauflichtstrecken in Betrieb genommen. Die erste Strecke umfasst die Fußwege Hohlweg/Unterm Ried. Hier sei die alte Beleuchtung durch die neue LED-Technik ersetzt worden. Auf der zweiten Strecke im Bereich Schnurrenweg war bislang keinerlei Beleuchtung vorhanden. Dort sorge die neu installierte Lauflichtstrecke nun auch für eine erhöhte Sicherheit der Benutzer des Weges, heißt es in der Mitteilung.
Reduzierte Lichtverschmutzung soll zum Tierschutz beitragen
Diese bedarfsorientierte Beleuchtung sorge zum einen für eine deutliche Energieeinsparung, aber habe auch einen Umwelt- und Tierschutzeffekt: Insbesondere nachtaktive Insekten werden durch künstliches Licht angezogen und ihrem natürlichen Lebensraum entzogen.
Durch die deutlich reduzierte Lichtverschmutzung aufgrund des ökologischen Beleuchtungskonzeptes vergrößerten sich die Überlebenschancen dieser Arten deutlich. Auch für weitere nachaktive Tiere habe die geringere Lichtverschmutzung einen positiven Effekt, so Enervie.
Enervie bittet betroffene Anwohner um Erfahrungswerte
Die Fachleute von Enervie Vernetzt betonen, dass sich das System noch in der ersten Anwendungsphase befinde. Um die Anlage weiter zu optimieren, freue sich das Unternehmen auf Anregungen oder Erfahrungswerte insbesondere seitens der Anwohner. Eine Kontaktaufnahme hierzu sei per E-Mail unter [email protected], telefonisch unter der Telefonnummer 02351/5675-21557 oder über die Website möglich.
Seit 2015 mehr als 1220 Laternen umgerüstet
Wie Enervie Vernetzt mitteilt, rüste das Unternehmen bereits seit 2015 die Straßenbeleuchtung in Schalksmühle auf LED-Technik um. Mittlerweile seie bereits an mehr als 1220 Laternen im Gemeindegebiet nicht mehr zeitgemäße Quecksilber-Dampf-Lampen (HQL) durch hocheffiziente LED-Leuchtmittel ausgetauscht worden. Damit seien in Schalksmühle aktuell rund 62 Prozent der Straßenbeleuchtung mit LED-Technik ausgestattet.
Bereits 2015 hatte Enervie Vernetzt die Beleuchtungssituation im Bereich des Rathausplatzes durch die Aufstellung von acht neuen Laternenmasten auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Bislang investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits über eine Million Euro in die Umrüstung auf modernste Beleuchtungstechnik. Das Erneuerungsprogramm werde hierbei stetig weitergeführt.
Enervie: „LED-Lampen verbrauchen rund 60 Prozent weniger Energie„
Die modernen LED-Lampen mit 14 bis 37 Watt Leistung verfügen laut Enervie über eine gleiche oder sogar stärkere Leuchtkraft wie die alten 80-Watt-HQL-Leuchten, verbrauchten jedoch rund 60 Prozent weniger Energie. Für Schalksmühle bedeute dies bei einer durchschnittlichen jährlichen Brenndauer von 4100 Stunden eine Einsparung von annähernd 60.000 Kilowattstunden pro Jahr. Zudem leiste die neue LED-Technik einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz: Im Vergleich zur vorherigen Beleuchtung werden pro Jahr etwa 35 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) eingespart.
Auch die neuen LED-Leuchtmittel könnten von den Fachleuten von Enervie per Rundsteuerempfänger zentral und bedarfsgerecht gesteuert werden. Zudem sänken die Störanfälligkeit und die damit verbundenen Wartungs- und Reparaturkosten – dafür steige die Lebensdauer der LED-Lampen im Vergleich zu den alten Leuchtmitteln.











