Schalksmühle. Mit dem Rollator in den Bürgerbus einsteigen: Eine Herausforderung für viele Bewohner des Seniorenparks in Reeswinkel. Dabei sollte – laut Bastian Mischnick, Leiter des Seniorenparks – jeder das Recht der Mobilität beibehalten – auch im hohen Alter.
Um die Freiheit und Selbstständigkeit nicht zu verlieren, wurde in Kooperation mit dem Bürgerbus-Verein am Mittwoch, 21. September, das Ein- und Aussteigen mit dem Rollator in und aus dem Bus geübt. „Die Busse sind um einen Meter länger und mit einer Rampe ausgestattet“ und ermögliche den Schalksmühler Senioren, sorgenfrei von A nach B zu gelangen, erzählte Harry Haböck, Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins Schalksmühle.
Silke Gerth, Leiterin des Sanitätshauses Mischnick, demonstrierte vor etwa zwölf Senioren, welche Fehler unbedingt vermieden werden sollten: zu schnelles ein- und aussteigen, rückwärts die Rampe runter gehen oder in den toten Winkel gelangen. Schnell kann es zu gefährlichen Situationen oder gar Unfällen kommen. Zudem machte Gerth auch auf wichtige Fragen im Umgang mit den Rollatoren wie etwa „Ist die richtige Größe eingestellt? Wie lenke und bremse ich in Kurven?“ aufmerksam.
Ängste und Sorgen wurden von den Bürgerbus-Fahrer Volker Quinkert und Holger Getzlaff abgefangen. „Sollten Sie sich nicht trauen, in den Bus ein -oder auszusteigen, dann geben Sie uns einfach Bescheid und wir helfen Ihnen“, sagte Getzlaff gegenüber den Senioren.








Halver. Auch im Seniorenzentrum Bethanien drehte sich am Mittwoch, 21. September, alles um das Thema Mobilität und Sicherheit im Alter. Bei bestem Wetter fand das Bus- und Rollatorentraining auf der Terrasse des Wohnbereichs 2 statt. Zu Gast waren nicht nur Bürgermeister Michael Brosch, sondern auch Vertreter des Bürgerbusvereins und das Maskottchen der Mobilitätswoche: „Edgar“.

Die von der hauseigenen Tagespflege gebackenen Waffeln und das gute Wetter lockten dann auch zahlreiche Bewohner ins Freie, die sich an den verschiedenen Übungen am Rollator ausprobierten: Hier konnten vor allem Alltagssituationen wie das Umfahren von Hindernissen, Hinsetzen und Aufstehen geübt werden.

Auch Bürgermeister Michael Brosch zeigte sich in seiner kurzen Begrüßungsrede erfreut über die „rege Teilnahme“ der Bewohner – und betonte, wie wichtig ihm das Thema sei: „Wir müssen die Barrierefreiheit in Halver weiter ausbauen, damit alle Menschen aktiv am Leben teilnehmen können.“
Hierzu könnte auch eine Fahrt mit dem Bürgerbus in die Stadt gehören – und zu diesem Zweck machte dieser am Seniorenzentrum Halt. So konnten die Senioren das Ein- und Aussteigen direkt am Objekt üben.

Busfahrerin Helga Gebauer und Klaus-Peter Viebahn, Vorsitzender des Bürgerbusvereins Halver, demonstrierten den Senioren nicht nur, wie sie möglichst sicher den Ein- und Ausstieg bewältigen, sondern klärten diese auch über Routen und Fahrpläne auf. Mit Erfolg: Am Ende planten Bewohner und Pflegekräfte einen baldigen Ausflug mit dem Bürgerbus in die Stadt.









