„Dieser Strickkreis hat sich privat entwickelt und es hat sich ergeben, dass wir uns hier in der Heimatstube treffen dürfen“, erzählt Elke Klingelhöfer. Früher hatte sie einen kleinen Woll- und Stoffladen in Letmathe. Als sie in Rente ging, wollten sie und die Frauen mit dem Stricken aber unter gar keinen Umständen aufhören. Zunächst wurde es privat organisiert. Aber seit geraumer Zeit finden die Treffen nun in der Heimatstube statt, die das perfekte Ambiente für einen gemütlichen Abend mit Freundinnen biete.
Es duftet nach Apfeltee, der Kamin knistert, auf dem Tisch steht Gebäck und ein Stimmgewirr in Kombination mit einem herzlichem Lachen erfüllt den Raum. „Ja, man muss sich schon wohlfühlen. Gemütlichkeit ist wichtig“, findet Beatrix Schmitz, eine der Teilnehmerinnen. Die Frauen kennen sich lange und stricken auch schon lange gemeinsam. Was gestrickt wird, entscheidet jede Teilnehmerin selbst. „Einfach das, was man kann oder was man mal probieren möchte“, erzählt Elke Klingelhöfer. Wenn es kompliziert ist, helfen sich die Frauen gegenseitig. Und wenn es mal nichts wird, sei das auch nicht schlimm, dann werde es wieder aufgemacht. Und so strickt die eine gemütliche Socken, eine andere stöbert noch in einer Zeitschrift, um sich inspierieren zu lassen und die Frau neben ihr arbeitet an einer roten Jacke. Wie die aussieht kann sie bereits zeigen, denn: „Meine Enkelkinder sind Zwillinge. Ich brauche immer alles zwei Mal.“
„Stricken ist einfach sehr entspannend. Gleichzeitig tut man aber etwas für den Kopf“, sagt Elke Klingelhöfer. Und Beatrix Schmitz ergänzt lachend: „Seit ich stricke, schlafe ich nicht mehr vor dem Fernseher ein.“ Humor ist den Frauen wichtig. Aber im Lauf der Jahre haben sie sich auch so gut kennengelernt, dass durchaus mal ernste Themen besprochen werden können. Die Frauen helfen sich nicht nur beim Stricken, sondern auch im privaten Umfeld.
„Nun haben wir uns gedacht, es wäre doch schön, wenn wir noch ein paar Strickbegeisterte mehr würden“, erzählt Elke Klingelhöfer. Daher laden die Frauen für Samstag, 9. März, ab 15 Uhr zu einem Kennenlernnachmittag in die Heimatstube ein. „Bei uns ist jeder willkommen. Egal, ob Profi oder Anfänger“, sagt Klingelhöfer. Vielleicht sei das auch eine gute Gelegenheit für alle, die schon immer mal mit dem Stricken anfangen wollten, es sich aber nie zutrauten. Oder aber für Wiedereinsteiger, denen Zuhause schlicht der Antrieb fehle. „Wichtig ist, dass man gemeinsam Spaß hat. Wir verbringen hier einfach gemeinsame Zeit mit unserem Hobby Stricken“, sagt Klingelhöfer. Gestrickt wird jeden Mittwoch von 18 bis circa 20 Uhr in der Heimatstube. Auch zu diesen Treffen können Interessierte kommen.









