Über 400 Bürgerinnen und Bürger hatten sich Anfang September an der zweiwöchigen Aktion beteiligt. Dabei legten sie mehr als 87.000 Kilometer zurück. Sechs Radler fuhren jeweils mehr als 1.000 Kilometer. „Jeder Beitrag für das Klima zählt. Rad fahren ist dabei eine Option“, bilanzierte Nesselrath.
Nach dem guten Ergebnis 2021 hatte er „nicht gedacht, dass wir an einer Verdreifachung des Ergebnisses kratzen können.“ Mit ihrem Einsatz hätten die Teilnehmer „ein deutliches Zeichen gesetzt“, dankte er allen Beteiligten.
Defizite für Radler auch am Rathaus
50 Teilnehmer hatten sich zu dem Abschluss-Abend angemeldet. Alle nahmen automatisch an einer Verlosung teil. Zu gewinnen waren Taschen mit Regenponcho und Notfall-Paket für Radler. Die Ehrung mit Steh-Imbiss und Kaltgetränken zeigte aber auch, dass in der Stadt selbst einiges im Argen liegt. Eine Besucherin suchte nach einer Möglichkeit ihr E-Bike sicher anzuschließen – es blieb nur das Treppengeländer.
Holger Körby, der das Stadtradeln mit einem Blog begleitet hatte und als „Stadtradel-Star“ vorgestellt wurde, betonte, er sei dabei mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen. Gäbe es bessere Wege, würde auch mehr geradelt. „Defizite gibt es auch am Rathaus“, spielte er auf die mangelnden Sicherungsmöglichkeiten und städtischen Handlungsbedarf an. Körby war drei Wochen ohne Auto unterwegs und hatte alle Alltagswege per Rad zurückgelegt.
Wenig Hoffnung auf schnelle Lösungen
Teilnehmerzahl und Kilometerleistung waren auch ein Signal, das Wegenetz auszubauen. Das sah auch Jan Nesselrath so, der selbst knapp 200 Kilometer erradelt hatte. „Die meisten Kilometer unter allen Bürgermeistern im Kreis“, wusste Klima-Manager Eric Ludewig. Aber: im Gespräch mit LokalDirekt konnte der Bürgermeister in Sachen Radwege wenig Hoffnung auf schnelle Lösungen machen. Grund: viele beteiligte Behörden und Organisationen, aber auch Probleme, private Grundstücke nutzen zu können.



INFO:
Als beste Einzelradler wurden ausgezeichnet:
1. Platz: Immanuel David Barkholz, 1.730 km
2. Platz: Ralf Schulte, 1660 km
3. Platz: Erik Haacke, 1326 km.
Ebenfalls über 1.000 km radelten:
Robert Bockholt, 1212 km
Herwig Wiedemuth, 1.007 km
Franz Klassen, 1.002 km.
Die besten drei Teams waren:
Platz 1: Otto Fuchs KG, 51 Radler, 15.383 km
Platz 2: Lions Endurance Team, 24 Radler, 9.697 km
Platz 3: Listertalsperre, 37 Radler, 8.724 km.









