Am frühen Abend bummelten die letzten Besucher über den Jahrmarkt, in den Karussells drehten noch vereinzelt Fahrgäste ihre Runden. Die Schausteller bereiteten sich gedanklich schon auf den Abbau vor, äußerten sich aber recht positiv über die vergangenen Tage.
Das Geld saß bei den Besuchern allerdings nicht mehr so locker, wie im vergangen Jahr, erklärte der Betreiber des „Babyflugs“: „Im vergangenen Jahr, nach Corona, haben wir auch schonmal Trinkgeld bekommen, so Harald Wenzlaff. Das gab es diesmal nicht mehr. Dennoch blickt der aus Unna stammende Schausteller auf eine erfolgreiche Kirmes zurück.
Ähnlich äußert sich auch Lorena Auffermann. Die junge Frau kennt das Schaustellerleben sehr gut, schließlich gehört die klassische Wurfbude, die sie noch am Dienstagabend betreut, ihrer Familie, die den Großteil der Schausteller ausmacht. Zu Meinerzhagen hat sie offenbar eine gewisse Affinität und kommt immer wieder gerne hier hin: „Das ist hier ein Auf und Ab, aber unterm Strich passt es immer“, erklärt Lorena Aufermann, während sie für den nächsten Kirmesgast die Blechdosen wieder in Position bringt.
Bei der diesjährigen Pfingstkirmes haben sich verschiedene Faktoren anscheinend gegenseitig ausgeglichen. Zum einen ist ein Besuch auf dem Rummel kein billiges Vergnügen, zum anderen dürsten die Menschen nach Lockerung der Corona-Maßnahmen nach kulturellen Veranstaltungen. Das sorgte für regen Zulauf.
In diesem Jahr war es das perfekte Wetter, das viele Menschen anlockte – finanziellen Sorgen zum Trotz. Die Mischung, die hier geboten wurde, war natürlich auch attraktiv: Die Pfingstkirmes ist zwar nicht sehr groß, bot aber im Grunde alles, was das Kirmes-Herz begehrt: Auto-Scooter, Los- und Schießbuden, verschiedene Fahrgeschäfte, Imbiss- und Getränke-Angebote. So werden die Schausteller auch im nächsten Jahr wieder gerne nach Meinerzhagen kommen.
Fotogalerie:






















