Die Inhaberin sucht einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin. „Ziel ist es bis zum 30. April nächsten Jahres zuzumachen“, sagt Marlies Krause. Auf Floristen-Seiten im Internet und über die Wirtschaftsförderung der Stadt sucht sie bereits. Die Chancen schätzt sie derzeit als nicht sehr gut ein: „Es gibt wenig Floristen“, sagt sie.

Seit 48 Jahren verkauft sie Blumen, bindet Sträuße und Kränze. Seit 29 Jahren führt sie den Laden selbstständig. „Früher gab es sechs Blumenläden in der Stadt“, blickt sie zurück. Internet, aber auch Supermärkte und Baumärkte die Pflanzware anbieten, sind als Konkurrenten hinzugekommen. Früher hätten sich Damen zehn Röschen geholt, um es zu Hause schön zu haben. Inzwischen würden die Blumen billiger bei Discountern gekauft.
Abgesehen von den veränderten Bedingungen sei die Arbeit auch „körperlich kaum noch zu schaffen“. Zu Zeiten wie Muttertag oder Weihnachten, bei Hochzeiten oder Beerdigungen reichten oft 10 bis 12 Stunden im Laden nicht aus, um die Arbeit zu bewältigen. Trotzdem mache ihr der Beruf Spaß.
Wer auch immer die Nachfolge antreten will: „Es muss passen“, sagt Marlies Krause, deren Team mit Aushilfen sechs Personen umfasst.
Sollte sich bis zum Frühjahr niemand finden, macht sie noch etwas weiter – mit verringerten Öffnungszeiten. „Ich lass die Stadt schon nicht im Stich“, macht deutlich, dass ihr auch an einer attraktiven Innenstadt liegt.










