In Nordrhein-Westfalen beziehen immer mehr Haushalte Wohngeld. Ende 2025 erhielten nach Angaben des Statistischen Landesamts 348.090 Haushalte staatliche Unterstützung für ihre Wohnkosten. Das waren 24.245 Haushalte beziehungsweise 7,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Vier Prozent der Haushalte erhalten Wohngeld

Landesweit bezogen Ende 2025 rund vier Prozent aller Haushalte mit Hauptwohnsitz Wohngeld. Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 3,7 Prozent gelegen. Besonders hoch fiel er in Hamm mit 7,6 Prozent und Herne mit sechs Prozent aus. Die niedrigsten Anteile verzeichneten der Kreis Olpe mit 2,7 Prozent und der Rheinisch-Bergische Kreis mit 2,9 Prozent.

Meist fließt ein Mietzuschuss

94 Prozent der Wohngeldhaushalte erhielten einen Mietzuschuss. Die übrigen sechs Prozent bekamen einen Lastenzuschuss für selbst genutztes Wohneigentum.

Wie hoch das Wohngeld ausfällt, hängt vor allem vom Einkommen, von der zuschussfähigen Miete beziehungsweise finanziellen Belastung und von der Zahl der Haushaltsmitglieder ab. Im Durchschnitt belief sich der monatliche Mietzuschuss auf 320 Euro, der Lastenzuschuss auf 359 Euro.

Wohngeld-Plus erweitert Anspruch

Wohngeld soll einkommensschwächere Haushalte dabei unterstützen, angemessenen Wohnraum zu finanzieren. Voraussetzung ist unter anderem, dass sie über ein eigenes Einkommen verfügen und durch die Leistung staatliche Unterstützung wie Grundsicherung, Sozialhilfe oder Bürgergeld vermieden werden kann.

Zum 1. Januar 2023 trat das Wohngeld-Plus-Gesetz in Kraft. Es erweiterte den Kreis der Anspruchsberechtigten und erhöhte die Leistungen unter anderem durch eine dauerhafte Heizkostenkomponente. Zum 1. Januar 2025 stieg das Wohngeld erneut, um die allgemeine Preis- und Mietpreisentwicklung zu berücksichtigen. Ende 2025 lag der durchschnittliche monatliche Anspruch damit zwölf Euro über dem Vorjahreswert.