Es tut sich etwas in Sachen Marienhospital. Die Menschen im Iserlohner Ortsteil Letmathe werden sich über diese Ankündigung freuen. Lange mussten sie nach der Schließung des Krankenhauses am 1. November 2019 warten, um zu erfahren, wie es weitergeht mit dem Marienhospital. Das war bis zu seiner Schließung in Trägerschaft der Märkischen Gesundheitsholding und Teil der Märkischen Kliniken. Dazu gehören das Klinikum Lüdenscheid sowie die Stadtklinik Werdohl.
Geschlossen worden war das Marienhospital unter anderem, so die Begründung damals, wegen der auf rund fünf Millionen Euro kalkulierten Kosten für die anstehenden Brandschutzmaßnahmen. Begleitet wurde die Schließung seinerzeit von massiven Demonstrationen der Letmather Bevölkerung.
Rat entscheidet am 13. Juni
Wie die SPD-Fraktion im Rat der Stadt jetzt mitteilt, soll das Stadtparlament am 13. Juni über die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 437 für „Letmathe – ehemaliges Marienhospital“ beschließen. „Endlich geht es hier weiter“, freut sich der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler. „Das Nutzungskonzept mit Einrichtungen der medizinischen Versorgung, Tagespflege, Dialyseeinrichtung, Seniorenzentrum, Gastronomie sowie unterschiedlicher Wohnbebauung begrüßen wir als SPD-Fraktion ausdrücklich“, unterstreicht der Sozialdemokrat. „Unser Antrag aus 2019 wird damit auf eine gute, finale Strecke gebracht.“
Ein erster Beschluss zur Zukunft des Geländes erfolgte bereits vor rund drei Jahren auf Antrag der Sozialdemokraten. Jetzt liege ein von der katholischen Kirchengemeinde St. Kilian, der Eigentümerin des ehemaligen Krankenhauses, beauftragtes und entwickeltes Nutzungskonzept vor. Mit der Aufstellung des Bebauungsplans würden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Neubebauung auf dem ehemaligen Gelände des Marienhospitals geschaffen.
15.000 Quadratmeter großes Planungsgebiet
„Das Konzept ist ein guter Vorschlag mit guten Inhalten für die städtebauliche Entwicklung des rund 15.000 Quadratmeter großen Plangebietes“, betont Scheffler, „jetzt freuen wir uns auf eine rege Bürgerbeteiligung und auf eine Umsetzung der nachhaltigen und generationsübergreifenden Vorhaben.“ Das neue Quartier biete die Chance auf eine deutliche Verbesserung der Versorgung der Letmather Bürgerinnen und Bürger und stelle eine Bereicherung für die Letmather Innenstadt dar.








