Auf mehr als 153 Millionen Euro beziffert die Geschäftsführung die Ausgaben für den Brandschutz, den Investitionsstau sowie laufende Projekte bis zum Jahr 2033. Abzüglich der erhofften Fördermittel in Höhe von gut 28,4 Millionen Euro bleibt ein Betrag von mehr als 124,8 Millionen Euro, der durch die Holding aufgebracht werden muss. Der Anteil des Kreises wird mit rund 8,44 Millionen Euro prognostiziert. Diese Zahlen sind der Verwaltungsvorlage für die Kreisausschuss-Sitzung am kommenden Donnerstag, 16. März, im Lüdenscheider Kreishaus zu entnehmen.
Der Kreistag hatte bereits im Dezember 2022 die Finanzierung der Brandschutzmaßnahmen und weiterer Investitionen des Jahres 2023 in Höhe von 8,4 Millionen Euro zuzüglich eines Inflationspolsters von 1,4 Millionen Euro als Liquidität der Märkische Kliniken GmbH zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus wird der Märkische Kreis zur Finanzierung des zwischen der Stadt Lüdenscheid und der Gesellschaft abgestimmten Brandschutzkonzeptes die dafür notwenigen 74 Millionen Euro zur Umsetzung der verabredeten Maßnahmen bis ins Jahr 2033 zur Verfügung stellen. Der Sanierungsstau wird von der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken bis dahin mit weiteren knapp 79 Millionen Euro veranschlagt.
Den Kreispolitikern schlägt die Kreisverwaltung für deren Kreisausschuss-Sitzung deshalb vor, dass die Haushaltsansätze „Finanzierungsbedarf aus Investitionen der Märkische Kliniken GmbH für die Jahre 2024 bis 2026 mit den nachfolgenden Ansätzen in der Haushaltsplanung und der mittelfristigen Finanzplanung berücksichtigt werden“. Das sind für 2024 genau 22.697.535 Euro, 18.715.363 im Jahr 2025 und nochmal 12.894.779 Euro im Jahr 2026.
Für Verstimmung sorgte die Verwaltungsvorlage offenbar im Iserlohner Rathaus. Laut Medienberichten habe Iserlohns Kämmerer die Zahlen im Iserlohner Finanzausschuss dargestellt.
Die Waldstadt sei als kreisangehörige Stadt an der Finanzierung des Klinikums indirekt beteiligt. Die Märkischen Kliniken sind innerhalb einer Gesundheitsholdung eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Märkischen Kreises, der damit für die Finanzausstattung mitverantwortlich ist. Damit sei über die kommunale Familie auch Iserlohn mittelbar daran beteiligt, hieß es. Ab dem Jahr 2024 rechne der Kreis mit einem „zusätzlichen Haushaltsbedarf von 2,1 Millionen Euro, ab 2026 mit 4,4 Millionen Euro“, so wird Iserlohns Kämmerer zitiert. Der Anteil von Iserlohn liegt dabei bei rund 24 Prozent.








