Damit stiegen die Ausgaben des LWL um rund 2 Millionen Euro gegenüber 2021. Der EN-Kreis als LWL-Mitglied zahlte 2022 einen Mitgliedsbeitrag von rund 93,9 Millionen Euro (2021: 88,8 Millionen Euro) an den Kommunalverband.
Die Differenz zwischen Ausgaben und Einzahlung stammt im Wesentlichen aus zusätzlichen Bundes- und Landesmitteln, die der LWL verwaltet. Das erklärten jetzt die LWL-Abgeordneten aus dem EN-Kreis in der Landschaftsversammlung Klaus Baumann (CDU), Udo Schäfer (CDU), Barbara Lützenbürger (SPD) und Karen Haltaufderheide (Grüne).

Im vergangenen Jahr unterstützte der LWL mit dem größten Teil seiner Ausgaben insgesamt rund 3.300 (2021: 3.000) behinderte und pflegebedürftige Menschen im EN-Kreis. Insgesamt flossen 99,6 Millionen Euro (2021: 95,6 Millionen Euro) in diese sozialen Aufgaben.
Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, wie es das Bundesteilhabegesetz fordert.
Zugang zu Jobs erleichtern
Zu dieser Teilhabe gehört unter anderem auch, dass Menschen mit Behinderung arbeiten können, oft in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Der LWL finanzierte 2022 im EN-Kreis insgesamt 1.215 (2021: 1.231) Arbeitsplätze in Werkstätten für Menschen mit wesentlicher Behinderung.
Betriebe, die – gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl – zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen, entrichten deswegen eine Ausgleichsabgabe. Aus diesen Mitteln investierte das LWL-Inklusionsamt im vergangenen Haushaltsjahr rund 685.000 Euro (2021: 773.400 Euro) im EN-Kreis, um Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen oder zu erhalten.
Unterstützung für ambulant betreutes Wohnen
Ein Teil des selbstbestimmten Lebens ist zudem das Wohnen in den eigenen vier Wänden: Der LWL fördert das ambulant betreute Wohnen als Alternative zum stationären Leben in besonderen Wohnformen (früher: Wohnheim). Im vergangenen Jahr unterstützte der Kommunalverband 795 (2021: 803) Menschen im EN-Kreis dabei, alleine oder mit anderen in der eigenen Wohnung leben zu können.
Inklusion von Kindern
Rund 2,9 Millionen Euro (2021: 2,6 Millionen Euro) zahlte der LWL im vergangenen Jahr dafür, dass 345 (2021: 315) behinderte Kinder zusammen mit Kindern ohne Behinderung eine Regel-Kindertageseinrichtung besuchen konnten. Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr 220 (2021: 219) Kinder mit Behinderung aus dem EN-Kreis einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL.
Fast 97.000 Euro für Breckerfelder Kinder und Jugendliche
Aus den LWL-Aufwendungen flossen 2022 im Bereich „Soziale Teilhabe für Kinder und Jugendliche“ insgesamt 96.689 Euro nach Breckerfeld. 74.421 Euro gab der Landschaftsverband hierbei für die inklusive Kindertagesbetreuung aus, 10.974 Euro gingen an heilpädagogische/kombinierte Kindertageseinrichtungen, 8.928 Euro wurden für heilpädagogische Leistungen im Rahmen der Frühförderung aufgebracht, 1.992 Euro zu medizinischen Rehabilitation Breckerfelder Kinder und Jugendlicher 374 Euro für deren Teilhabe an Bildung.
64 Leistungsberechtigte in Breckerfeld
Die LWL-Inklusionsämter unterstützten im vergangenen Jahr 64 Leistungsberechtigte in Breckerfeld, insgesamt betrugen die Aufwendung hier 2.362.682 Euro.
906.930 Euro waren davon Leistungen in besonderen Wohnformen, 503.140 Euro außerhalb besonderer Wohnformen. Mit 701.293 Euro förderte der LWL die Teilhabe am Arbeitsleben.
Die Aufwendungen der LWL-Inklusionsämter für Eingliederungshilfen am Ort der Leistungserbringung im Bereich „Soziale Teilhabe und Arbeit“ beliefen sich im EN-Kreis auf insgesamt 90,4 Millionen Euro, davon flossen 5,1 Millionen Euro in die Breckerfelder Einrichtung von Bethel.Regional.
Der gesamte Leistungsbericht des LWL für den EN-Kreis und die einzelnen Gemeinden ist hier nachzulesen.









