Mehr Sicherheit für die Halveraner Kirmes. Schon jetzt steht fest: Das wird nötig sein. „Im nächsten Jahr werden wir für die gesamten Nächte, bis in die frühen Morgenstunden, Security-Kräfte engagieren“, sagt Lutz Eicker im Gespräch mit LokalDirekt.
Am Wochenende seien Gäste betrunken auf die Fahrgeschäfte geklettert. Und da höre der Spaß auf. Der Chef des Ordnungsamts möchte nicht verschweigen, dass es durchaus auch Schattenseiten gab; darunter Sachbeschädigungen und zwei Ingewahrsamnahmen. Eine Überwachungskamera an einem der Karussels zeichnete die waghalsige Kletteraktion auf.
„Der Ton wird rauer“
Dass bereits in diesem Jahr abends Security-Mitarbeiter eingesetzt wurden, hätten sich die Schausteller selbst gewünscht, erzählt Eicker.

Denn der Ton auf Kirmes-Veranstaltungen sei laut ihrer Erfahrung „seit Corona“ rauer geworden. „Sie haben uns explizit darum gebeten, auch in unserem eigenen Interesse, für Sicherheit zu sorgen.“
Umsatzeinbußen: Kirmesbesucher geben weniger Geld aus
Auf die Frage nach dem Fazit, zeigt sich der Leiter des Ordnungsamts zufrieden mit dem Verlauf der 377. Kirmes. Trotz der hohen Besucherzahlen – mehrere Zehntausend kamen nach Halver – sei jedoch weniger Geld in den Kassen der Schausteller gelandet.

Die gestiegenen Preise veranlassten die Kirmesgäste offenbar zu überlegteren Ausgaben auf dem Rummel, vermutet Eicker. Sein Team habe sich die Zeit genommen mit jedem Schausteller einzeln ein Resümee zu ziehen. Auch das Wetter spiele ein Rolle. Gerade bei Speisen entscheide die Temperatur, was sich besser verkauft.
Dank an alle Helfer: „Ohne die geht es einfach nicht.“
Lutz Eicker betont, dass er beim großen Kirmes-Fazit ganz besonders all jenen danken möchte, die im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
Und das an allen Tagen bis in die frühen Morgenstunden. Er dankt der Polizei, die verstärkt Präsenz zeigte und für Sicherheit sorgte.

Er dankte dem Deutschen Roten Kreuz aus Halver: „Was die geleistet haben ist einfach klasse.“ Laut Jörn Maximowitz vom DRK versorgten die 20 Helfer leichte Blessuren und brachten neun Menschen ins Krankenhaus. Lutz Eicker bedankt sich zudem bei seinen Kollegen vom Ordnungsamt, die ebenfalls Präsenz zeigten.
Und er lobt die Arbeit des gesamten Bauhof-Teams, die – auch bereits Tage vor sowie die Tage nach der Kirmes – alles im Griff haben. „Ohne die geht es einfach nicht.“ Auch allen weiteren Verantwortlichen und Organisatoren, insbesondere Hans-Peter Moch, ist der Chef des Ordnungsamts dankbar. Ebenso die Anwohner und Geschäftsinhaber seien zu erwähnen, die sicherlich auch durch den Kirmesbetrieb auf verschiedene Weisen beeinträchtigt seien.

Kirmestaler: Beim nächsten mal soll’s fairer zugehen
Eine Neuerung steht bereits jetzt fest: Die Stadt Halver wird im kommenden Jahr das Prozedere zum Kauf der Kirmestaler umstellen. „Es sollen alle die gleiche Chance haben“, sagt Lutz Eicker. Wie genau das aussehen soll, werde sich noch zeigen.










