Die Stadt Lüdenscheid muss ihre Erwartungen bei den wichtigsten Steuereinnahmen nach unten korrigieren.

Wie Kämmerer Sven Haarhaus im Finanzausschuss erläuterte, fallen die Prognosen für Gewerbe- und Einkommensteuer aufgrund der eingetrübten wirtschaftlichen Entwicklung schlechter aus als noch im vergangenen Herbst angenommen. Beide Einnahmequellen zählen zu den bedeutendsten für den städtischen Haushalt.

Parallel dazu sinken die Rücklagen. Nach 106 Millionen Euro vor zwei Jahren und 91 Millionen Euro im Jahr 2025 verfügt die Stadt derzeit noch über 74 Millionen Euro. Zwar bleibt Lüdenscheid nach Angaben der Verwaltung weiterhin liquide, der anhaltende Rückgang der Reserven bereitet jedoch Sorgen. Haarhaus verwies in diesem Zusammenhang auf die angespannte Finanzlage vieler Kommunen und bezeichnete die Situation als „sehr dramatisch“.

Positiv fiel hingegen die Teilnahme am Förderprogramm „Kommunaler Nachhaltigkeitshaushalt“ aus. Die Stadt wurde dafür ausgezeichnet und will die Ergebnisse des Projekts 2027 vorstellen. Die Stadt plant für 2028 die Einführung des ersten Nachhaltigkeitshaushalts.