Die Stadt Lüdenscheid treibt den Aufbau eines kommunalen Energiemanagementsystems voran, um den Energieverbrauch und die Kosten ihrer Gebäude langfristig zu senken. Seit Januar 2024 wird das Projekt mit Unterstützung von Fördermitteln umgesetzt. Sechs städtische Gebäude stehen zunächst im Mittelpunkt. Sie machen zusammen rund 43 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der kommunalen Gebäude aus.
Das Konzept soll in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz am Mittwoch, 4. November, vorgestellt werden.
Zu den priorisierten Liegenschaften gehören die Adolf-Reichwein-Gesamtschule, die Theodor-Heuss-Realschule, das Bergstadt-Gymnasium, die Hauptschule am Stadtpark einschließlich Sporthalle, das Rathaus sowie das Zeppelin-Gymnasium mit Sporthalle. Für diese Gebäude wurden bereits die Grundlagen für eine systematische Erfassung und Auswertung der Energieverbräuche geschaffen.
Das Projekt umfasst vier zentrale Bausteine: ein Energiemanagementkonzept, die Weiterentwicklung der Messtechnik, die Einführung einer Energiemanagement-Software und den Aufbau der technischen Infrastruktur zur möglichst automatisierten Datenerfassung. Eine externe Fachplanung hat den Gebäudebestand untersucht und die erforderlichen Messstellen sowie technische Voraussetzungen ermittelt. Zudem wurde ein Dienstleister mit der Bereitstellung der Energiemanagement-Software beauftragt. Ein Fachunternehmen übernimmt die Umsetzung der erforderlichen Messtechnik.
Zentrale Erfassung und Auswertung
Nach der Inbetriebnahme sollen die Energieverbrauchsdaten der sechs Gebäude zentral erfasst und regelmäßig ausgewertet werden. Dadurch sollen ungewöhnliche Verbrauchsentwicklungen frühzeitig erkannt und Einsparpotenziale gezielt identifiziert werden. Auf dieser Grundlage will die Stadt geeignete Maßnahmen ermitteln, deren Wirtschaftlichkeit bewerten und notwendige Investitionen priorisieren.
Langfristig soll das System auf weitere städtische Liegenschaften ausgeweitet werden. Ziel ist es, Energieverbräuche und Energiekosten zu reduzieren, die Energieeffizienz der Gebäude zu verbessern und die CO₂-Emissionen zu verringern. Zugleich soll eine verlässliche Datengrundlage für künftige Entscheidungen der Verwaltung und der politischen Gremien entstehen.
Projekt wird bis zum 30. Juni 2027 gefördert
Das bis spätestens 30. Juni 2027 laufende Förderprojekt wird im Rahmen der Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative unterstützt. Über den bisherigen Projektstand und die geplante Fortführung beraten der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz am 4. November sowie der Bau- und Verkehrsausschuss am 11. November. Die Ausschüsse sollen den Bericht zur Kenntnis nehmen und die schrittweise Ausweitung des kommunalen Energiemanagements befürworten.









