Vor 6 Uhr in der Früh darf kein Lkw durch Lasbeck fahren. Mit dieser Regelung sollen die Anwohner geschützt werden. Eine alternative Route gibt es nicht. Die Folge: Zig Lkw stauen sich auf der Bundesstraße. Es kommt immer wieder zu gefährlichen Überholvorgängen und der Verkehr ist nur schwer einsehbar. „Das Problem ist seit 20 Jahren Thema. Da war ich noch im Ordnungsamt, da gab es da schon Ärger“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. Auch sie findet die Situation mehr als schwierig. Eine Lösung gebe es absehbar jedoch nicht.
Auch Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz hat immer wieder dort zutun: „Wir haben wirklich alles probiert. Strafen nehmen die Fahrer in Kauf.“ Auch die Polizei sei immer mal wieder dort. „Das Einzige, was wirklich hilft, sind sogenannte verkehrsrechtliche Anordnungen“, erklärt Sebastian Putz. Man habe auch versucht, Gespräche mit dem Betreiber des Steinbruchs zu führen, allerdings ohne Erfolg. Auch die Polizei kennt die Situation, wie Polizeisprecher Marcel Dilling berichtet: „Ja, die Kollegen sind da auch immer mal wieder im Austausch mit dem Ordnungsamt. Aber grundsätzlich ist es so, dass wir nicht für den ruhenden Verkehr zuständig sind.“
Inzwischen sei die Bezirksregierung eingeschaltet worden und habe sowohl den Märkischen Kreis als auch den Betreiber des Steinbruchs um Stellungnahme gebeten. „Es stimmt, der Fall ist bei uns bekannt“, bestätigte Christoph Söbbeler, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg. Die Behörde habe eine vermittelnde Rolle eingenommen und sei im Kontakt mit den Ordnungsämtern aus Nachrodt-Wiblingwerde und Iserlohn, dem Steinbruch und dem Märkischen Kreis. Der Steinbruch liege eigentlich im Hoheitsgebiet des Kreises. „Ende des Monats werden wir noch einmal nachhören, wie der Stand der Dinge ist“, erkärte Christoph Söbbeler.









