Ein bisschen sah man den Moderatoren Jonna (9) und Michael (9) die Nervosität an, mit der sie Heike Tober vor der gesamten Schülerschaft der Lindenhofschule begrüßten. Aber ohne jeden Stolperer stellten sie sich und die Autorin der Wissensbuchreihe „Frag doch mal die Maus“ vor. Sie stellten ihr auch noch einige Fragen, die sie sich vorher überlegt und auf Moderationskarten übertragen hatten.
Ob sie in ihrem Beruf glücklich sei und ob sie immer schon Schriftstellerin werden wollte, interessierte die beiden Schüler. Heike Tober beantwortete die Fragen ausführlich und betonte vor allem, dass sie beim Schreiben der Bücher auch jedes Mal wieder selber etwas dazu lernt.
Nach einem kräftigen Applaus für die Moderatoren und die Autorin begann dann auch gleich die Lesung, die im Rahmen des LeseLust Festivals, das vom Land gesponsert und zur Hälfte von den Rotariern unterstützt wird. Vorgestellt wurden die Bücher „Der Mensch“ und „Der Körper“ aus der Frag-doch-mal-die-Maus Reihe.
Zum dritten Mal nahm die Lindenhofschule – und ebenso die Regenbogenschule – am LeseLust-Festival teil. Bei dieser Lesung wurde jedoch kein reines Kinderbuch, sondern ein Wissenslektüre vorgestellt, wie Schulleiterin Monika Lauterbach erklärte. Den 240 Kindern, vom ersten bis zum vierten Schuljahr, die sich in der Sporthalle versammelt hatten, verlangte dies viel Konzentration ab.
Geschickt schaffte es Heike Tober aber immer wieder, die Aufmerksamkeit der Kinder zu fesseln. Bei Fragen, wie „Wieso sollen Kinder zu Schule gehen?“ erreichte sie mit Informationen das Interesse der Kinder. Dass früher nur Söhne reicher Eltern die Möglichkeit hatten, eine Schule zu besuchen und dass das in armen Ländern teilweise noch immer so ist und diese Kinder Hilfe brauchen, um sich für eine gute Zukunft vorzubereiten, konnten die Lindenhofschüler nachvollziehen.
Bei den Fragen, die sie den Kindern zum nächsten Thema: „Was braucht der Mensch zum Überleben“ stellte, schnellten die Handzeichen hoch. Dass der Mensch Wasser und Nahrung benötigt, wussten alle, dass aber auch der Schlaf dazugehörte, hätten viele nicht gedacht.
„Jetzt stellen wir uns die Frage, wozu sind viele Sachen in und an unserem Körper gut.“ So bereitete die Autorin die Schüler auf Fragen aus dem nächsten Buch vor. Wer jetzt an Körperteile wie Arme, Beine, Ohren oder Augen dachte, wurde überrascht.
Heike Tober und die Maus interessieren sich stattdessen dafür, wozu Popel gut sind, warum wir rülpsen und pupsen, woher Fußpilz kommt und warum Lachen so gesund ist.
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Ein großes Hallo gab es, als die Autorin erzählte, dass Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Popel nicht nur vor Krankheitserregern bewahren, sondern dass die, die man sich in den Mund steckt, die Zähne vor Karies schützen. „Aber abgesehen davon, dass man sich mit dem Finger in der Nase auch verletzen kann – es ist nicht besonders appetitlich, wenn man vor anderen Leuten in der Nase popelt. Also besser im Verborgenen machen“, rät die Schriftstellerin den Schülern.
Ähnlich erklärte sie, dass es normal und wichtig für die Gesundheit ist, ungefähr 20 Mal am Tag zu pupsen. Sie erklärte warum es dabei Geräusche gibt und warum Pupse riechen. Dazu gab sie auch gleich noch einen Tipp: „Es gibt tatsächlich Unterwäsche gegen Pupsgeruch zu kaufen“, verriet sie den Schülern.
Viel Applaus der Schüler belohnten Heike Tober für ihre einstündige Lesung, die sie noch mit einer Autogrammstunde beendete.










