„Witterungsabhängig werden die Arbeiten für die Umlegung der Wasserhaltung auf den zuletzt im Sommer 2023 mit Tauchern gesichteten Pfeiler 3 weitergeführt. Für diese Arbeiten werden circa fünf Tage benötigt“, heißt es in einer Pressemitteilung von Straßen.NRW. Parallel dazu werde die Zeit bis zur vollständigen Umlegung genutzt, um Restarbeiten an dem beschädigten Pfeiler 2 durchzuführen. „Nach erfolgter Umlegung der Wasserhaltung kann die Überprüfung des Pfeilers 3 mit Tauchern erfolgen“, heißt es in der Mitteilung. Vereinfacht gesagt, werden große Steine in der Lenne platziert, die die Strömung ein wenig umlenken und den Wasserdruck verringern. Die Strömung ist im Bereich des dritten Brückenpfeilers besonders tückisch. Daher können die Taucher dort aktuell noch keine Untersuchungen machen.
Die Taucher, ein Spezialteam aus Köln, werden Videoaufnahmen machen. Diese werden von Experten am Rechner ausgewertet und die gegebenenfalls entdeckten Schäden bewertet. „Kurzfristig nach dem Tauchgang kann über das weitere Vorgehen entschieden werden. Sollten keine gravierenden Schäden, die die Standfestigkeit des Bauwerks beeinträchtigen, festgestellt werden, kann das Bauwerk wieder für den Verkehr freigegeben werden“, erklärt Andreas Berg, Pressesprecher von Straßen.NRW.
Sollte es auch sicherheitsrelevante Schäden am dritten Pfeiler geben, würden diese ebenfalls umgehend in Angriff genommen. Dabei wird auf schnellhärtenden Spezialbeton gesetzt, der im Wasser eingesetzt werden kann. Andreas Berg: „Zur Betonfestigkeit ganz grob vereinfacht: Nach sieben Tagen circa 75 Prozent, nach 14 Tagen circa 90 Prozent der 28-Tage-Festigkeit. Die Wasserhaltung muss bis zum Erreichen einer Anfangsfestigkeit des Betons bestehen bleibt, damit dieser nicht ausgespült werden kann. Danach folgt nochmal ein Kontrolltauchgang. Nach erfolgter Kontrolle kann eine Freigabe erfolgen.“









