Eines hatte Bürgermeisterin Birgit Tupat schon am Montag deutlich gemacht: „Wir brauchen Hilfe vom Land für unsere Unternehmen.“ Aber dabei sei mehr erforderlich als Kredite zu Sonderzinssätzen. „Die müssen später doch auch zurückgezahlt werden, das hilft hier niemanden“, betonte Tupat. Die Sorgen und Existenzängste der heimischen Unternehmen nahm sie mit in das Gespräch mit der Ministerin.
„Es war ein offener und konstruktiver Austausch der Beteiligten. Neben den Ausführungen der Bürgermeisterin zur aktuellen Situation vor Ort konnten die Vertreter der SIHK und des Arbeitgeberverbandes die Notlage der Gewerbetreibenden (Handel und Dienstleistung) und Industrie darstellen“, heißt es in der knappen Pressemitteilung, die nach dem Termin verschickt wurde.
Die Ministerin habe unterstrichen, dass diese wichtige Wirtschaftsregion – wieder einmal – unverschuldet in eine Notlage geraten sei. „Es soll geprüft werden, wie das Land möglichst schnell und unbürokratisch im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen kann. Hierzu könnten die Förderinstrumente in Folge der A45-Sperrung als Grundlage dienen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Alle Beteiligten hätten sich für eine offene und transparente Kommunikation ausgesprochen und wollen in einem engen Kontakt bleiben.

Und was heißt das jetzt für Nachrodt-Wiblingwerde? „Es war schon erstmal ein gutes Gespräch. Für einige Ideen müssten aber noch weitere Ministerien ins Boot geholt werden“, erklärte Tupat. Daher werde derzeit noch nicht detailiert über mögliche Ideen gesprochen. Aber die gäbe es durchaus. Zu den oben angesprochenen „Förderinstrumenten in Folge der A45-Sperrung“ gehören beispielsweise Gelder zur Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen. Aber auch weitere Ideen seien eingebracht worden und sollen nun besprochen werden. „Wichtig ist ein Schulterschluss von Bund, Land und Kommune“, berichtete Birgit Tupat. Dieser soll weiter vorangetrieben werden.









