„Würden Lkw über die Brücke fahren, müssten wir sie umgehend wieder voll sperren“, betont Julia Pant, Sprecherin des Landesbetriebs Straßen.NRW. Die Legosteine seien eigentlich eine Notlösung gewesen. Eine Höhenbegrenzung hätte auf die Schnelle am Freitag nicht organisiert werden können. „Es war eine schnelle und einfache Lösung, die die spontane Brückenöffnung möglich gemacht hat“, sagt Pant. Vor allem aber sei sie äußerst effektiv. „Bei den Höhenbegrenzungen haben wir oft das Problem, dass die Lkw doch durch fahren. Das erleben wir beispielsweise immer wieder in Altena“, berichtet die Pressesprecherin.
Natürlich sei ihr bewusst, dass die Legosteine für manche Autofahrer eine echte Herausforderung sind, da sie rein optisch erst einmal ungewohnt wirken. Aber, es verirrten sich eben definitiv kein Lkw auf die Brücke. Das kann Mark Wille, Mitarbeiter des Ordnungsamts nur bestätigen: „Das ist definitv effektiv.“ Auch er sieht es als oberstes Ziel an, die Lkw von der Brücke zu halten und da seien die Legosteine schlicht effektiver. Dennoch laufe der Verkehr noch nicht ideal. Zu viele Lkw verirrten sich in den Brückenbereich und hätten dann Probleme beim Wenden – insbesondere auf der Nord-Seite. Es werden Lösungen für das Problem gesucht. Beispielsweise steht am ehemaligen Parkplatz der Rastatt seit gestern noch einmal ein großer Hinweis, dass dort die letzte Wendemöglichkeit ist.
Arbeiten an Lennebrücke
Derweil gehen die Arbeiten an der Lennebrücke weiter. Inzwischen wurde eine sogenannte Furt erstellt. Das ist eine Art Baustraße im Wasser. „Das Problem ist, dass die Lenne im Bereich des dritten Pfeilers fast doppelt so breit ist, wie beim zweiten Pfeiler. Um dort zu arbeiten, mussten wir also zunächst die Grundlagen für die Baumaschinen schaffen“, erklärte Bauleiter Ansatsios Topsinoglu. Inzwischen bringt der Bagger die dicken Felsbrocken für die Wasserhaltung in Stellung. Diese sollen die Strömung, die auf den dritten Pfeiler drückt verringern. Erst wenn die steht, können die Taucher die Untersuchungen vornehmen. Das Spezialteam aus Köln filmt den kompletten Pfeiler. Die Aufnahmen werden später am Computer von Experten ausgewertet. Einen konkreten Termin gibt es noch nicht. Zumindest spielt aber der Lennepegel mit. Der lag um 12 Uhr bei 109 Zentimetern. Bis 1,30 Meter können die Arbeiten normal laufen. Danach wird es kritisch.









