Dass keine Bürger erschienen, lag vor allem am guten Wetter, an den noch laufenden Pfingstferien und laut Susanne Neumann vom Regionalmanagement auch daran, dass bereits viele über die nächste „LEADER“-Förderphase Bescheid wüssten, da bereits etliche Projekte eingereicht wurden.
Der Info-Abend war ohnehin als zusätzliches Service-Angebot gedacht. Alle, die am Dienstag verhindert waren, können sich unter der Telefonnummer 02359/661444 oder per E-Mail ([email protected]) informieren, ob sich Projektideen fördern lassen.
Hintergrund: LEADER ist ein Förderprogramm der EU und des Landes Nordrhein-Westfalen zur Entwicklung ländlicher Räume. Die Region „Oben an der Volme“ profitiert auch in den nächsten Jahren von den Projektideen und deren Verwirklichung.
Vereine, Stadtverwaltung, Privatleute und Unternehmen haben die Chance, in den kommenden sechs Jahren von einem Förderbudget und entsprechenden Strukturen zu profitieren und aktiv an der Entwicklung der Region teilzunehmen. Förderfähig sind Maßnahmen, die eine zukunftsorientierte Gestaltung der Region im Blick haben. Ein wichtiger Effekt: Die Region setzt nicht nur spannende Projekte um, sondern wächst auch immer mehr zusammen.
Der aktuelle Stand der Förderkonditionen
Das Budget, das die Region in der kommenden Förderphase insgesamt zur Verfügung hat, beträgt 2,3 Millionen Euro. Alle privaten Organisationen wie Vereine oder Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Institutionen können Förderanträge stellen. Eine Vielzahl an Kosten ist förderfähig (etwa Baukosten, Sachkosten, laufende Kosten, projektbezogene Personalkosten). Auch das ehrenamtliche Engagement kann als fiktive Ausgabe gefördert werden. Wichtig: Das Projekt ist innovativ oder neu für die Region. Der Fördersatz beträgt 65 bis 70 Prozent (je nach Projektart).
Für die restlichen 30 bis 35 Prozent der Finanzierung ist der Projektträger verantwortlich. Diese können aus Eigenmitteln, öffentlichen Mitteln oder Spenden bestritten werden. Der Projektträger muss in die finanzielle Vorleistung gehen, da nur bezahlte Rechnungen entsprechend des Fördersatzes erstattet werden.
Die Mindestgrenze der Fördersumme, die ein Projekt erhalten kann, beträgt 1.000 Euro privaten und 12.500 Euro bei öffentlichen Projekten. Die Höchstgrenze liegt bei 250.000 Euro. Der voraussichtliche Start der neuen Förderphase in Form des ersten Aufrufs ist vom 1. Juli bis zum 31. August 2023.
Auch Kleinprojektförderungen sind wieder möglich. So wurde etwa im letzten Jahr in Halver das Lastenrad angeschafft, das kostenlos an Bürger in Halver verliehen wird. Auch die Sanierung der WC-Anlage des CVJM-Heims Halver hin zu einer energieeffizienteren und barrierefreien Anlage im Erdgeschoss war ein gefördertes Kleinprojekt, ebenso der vier Kilometer lange Lehrpfad, den der Imkerverein Halver-Schmidthausen 1890 errichtet hat. Ein LEADER-Projekt der auslaufenden Förderphase war etwa das Beachvolleyballfeld auf dem Gelände der Herpine.









