Als Wilfried Busch Anfang November nach Zimbabwe flog, ahnte er noch nicht, wie schlimm das Land unter Corona gelitten hatte. Er kannte zwar Berichte und wusste, dass es heftig sein würde, aber das Ausmaß war unvorstellbar. Zwei Mal befand sich Zimbabwe im Lockdown. Jeweils für ein Jahr. „Das haben die Geschäfte nicht überlebt. Die Arbeitslosenquote lag in Folge bei mehr als 80 Prozent“, erklärte Busch. Dank der Unterstützung durch den Verein Kubatana gehe es der der Rudhanda High School aber verhältnismäßig gut.
Busch zeigte unter anderem ein Bild einer Mühle, die durch die Spenden aus Deutschland angeschafft wurde. Das Problem sei jedoch der Strom, um die Mühle zu betreiben. Immer wieder komme es zu Ausfällen. „Daher ist jemand in die Mühle eingezogen und sobald das Licht angeht, startet er die Mühle. Eine Solaranlage auf dem Verwaltungsgebäude und auf dem Computerraum machen die Schule fast unabhängig vom Netz“, erzählte Busch begeistert.

Zudem soll zeitnah eine Fischzucht aufgebaut werden, um weitere Einnahmen zu erzielen. „Da ist jedoch das Wasser ein großes Problem. Man hat das Glück, über Unicef eine Förderung für Solarpumpen zur Sicherung der Wasserverfügbarkeit zu erhalten“, erklärte der Referent. Die Schule habe einen Ausschuss, der sich um die Planung und Durchführung solcher Projekte kümmere.
Des Weiteren berichtete Wilfried Busch von der Einstellung einer Frauenbeauftragten. Es sollen zudem Damen-Toiletten angeschafft werden, was eine große Verbesserung für die Situation der Mädchen bedeute.
Die Schulpatenschaften kosten weiterhin 100 Euro im Jahr und die Unterstützung komme zu 100 Prozent an. Wer ein Kind unterstützen möchte, verpflichtet sich, dieses für vier Jahre aufrecht zu erhalten. Dann schließen die Jugendlichen mit einen Abschluss, vergleichbar mit der mittleren Reife, ab.
Die Wiblingwerder Landfrauen haben eine enge Beziehung zu dem Verein. Selbst hatten sie einige Zeit ein Patenkind. Und auch an diesem Nachmittag sammelten sie wieder Spenden. Mit den Einnahmen soll die Fischzucht unterstützt werden.
Das nächste Mal treffen sich die Frauen am Donnerstag, 9. Februar, ab 14.30 Uhr in der Schönen Aussicht. Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken wird Förster Christof Schäfer über das Thema „Der Borkenkäfer – Problematik und Lösungen für die Wiederaufforstung“ referieren.









