Mit dem eigens für KUK inszenierten Programm schenkten sie den gut 500 Besuchern einen rundum harmonisch-entspannten Abend – ein musikalisches Highlight inklusive. Die beiden Dortmunder hatten mit Charlotte Brandi eine Freundin mitgebracht, die mit flinken Fingern auf dem Flügel und famoser Stimme eine freudige Überraschung war.

„Als KUK im März anfragte, war gleich klar: Ohne Musik geht es nicht“, erklärte Matthias Bongard die musikalische Begleitung. Nach Jazz und festlichen Lästereien mit der Combo „Eilige drei Könige“ vor der Pandemie nun also weihnachtliche Lieder und Welthits wie dem Armstrong-Klassiker „What a wonderful world“ oder „Imagine“ von John Lennon.
In der Cover-Version der Musikerin, die im Duo „Me and my Drummer“ reüssierte. Nachdem sich das Duo getrennt hatte, legte sie ein Soloalbum vor und spielte sich am Mittwoch auf Anhieb auch in die Herzen der Meinerzhagener, längst bevor sie in der Zugabe spontan das Sauerland-Lied anstimmte.
Einzigartiger Abend
In dem mehr als zweistündigen Programm, das Bongard und Eckenga eigens für den Abend in der Stadthalle zusammengestellt hatten, bedienten sie sich bei Autoren wie Frank Goosens, bei dem ein kleiner Junge den Weihnachtsmann vorm Supermarkt erpresst oder bei Christine Nöstlinger, die an Kindheitserinnerungen anknüpft, ob man nun ans Christkind glaubt und wer letztlich lügt. Comedian Torsten Sträter war mit seiner Geschichte, dass Weihnachten ohne Kinder nichts ist, ebenso textlich präsent wie Heinz Erhardt, der König der Kalauer.
Zwischen Lesungen und Zitaten erkundigte sich BVB-Fan Eckenga schon mal nach dem Spielstand der Champions-League-Partie zwischen Dortmund und Paris. Für Bongard war der Auftritt wieder ein Heimspiel. Er kokettierte mit lokalen Kenntnissen, staunte über weit angereiste Besucher mit „M“-Kennzeichen auf dem Parkplatz, für „Mühlhofe“ oder „HV“ aus „Hinterste Vornberg“ in Kierspe. Und Eckenga ist für viele ohnehin die Verkörperung der Ruhrgebietskultur, wie auch Gespräche in der Pause zeigten.
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Lockerheit, Spontanität und Improvisation haben beide Bühnenprofis drauf. Stark waren besonders die Passagen mit Eckengas eigenen Werken und die Sketche mit Persiflagen auf die Fußball-WM und die deutsche Mannschaft vor einem Jahr in Katar. Da war Fußball-Fan Fritz noch weniger dabei als die deutsche Mannschaft.
Ein Abend, der einzigartig war, mit dem Setting nur in Meinerzhagen erlebbar. Eine Auszeit im vorweihnachtlichen Trubel. Ein Abend, sich entspannt zurückzulehnen, zu genießen, Spaß zu haben. Den hatten augenscheinlich auch die drei Akteure auf der Bühne und KUK als Veranstalter. Für den Verein war es ein „gutes Jahr“, wie Vorsitzender Rolf Muck mit Blick auf die Besucherzahlen sagte. Daran wolle man 2024 anknüpfen: mit einem wieder attraktiven Programm. Der Flyer kam noch knapp vor Weihnachten zum Versand – als Anregung für Geschenke.









