In ihrer Sitzungsvorlage hatte die Kreisverwaltung mitgeteilt, dass der Rettungsdienst-Bedarfsplan für den Märkischen Kreis seit vielen Jahren die Stationierung zweier Notarzt-Einsatzfahrzeuge (NEF) am Standort der Märkischen Kliniken in Lüdenscheid-Hellersen vorsieht.

Sicherstellung der notärztlichen Versorgung
Eines der Fahrzeuge ist vorrangig für das Stadtgebiet Lüdenscheid vorgesehen, dieses wird inklusive Notfallsanitäter von der Stadt Lüdenscheid vorgehalten. Das andere NEF wird – ebenfalls inklusive Notfallsanitäter – vom Märkischen Kreis gestellt und deckt vorrangig das südliche Kreisgebiet (Schalksmühle, Halver, Kierspe und Meinerzhagen) ab. Die Sicherstellung der notärztlichen Versorgung liegt in der Zuständigkeit des Märkischen Kreises als Träger des Rettungsdienstes, sie erfolgt für beide NEF über eine vertragliche Regelung mit den Märkischen Kliniken.
Baukosten rund 2,7 Millionen Euro
Das zu errichtende Gebäude bietet auf 600 Quadratmeter Platz für drei Fahrzeuggaragen (2 NEF + 1 RTW), acht Ruheräume, einen Bereitschaftsraum, eine Küche sowie zwei Büroräume, Lagerflächen, Umkleide und Sanitärbereiche für Frauen und Männer. Die geschätzten Baukosten betragen 2,7 Millionen Euro.
Neues Feuerwehr-Service-Zentrum
Neu gebaut werden soll auch am Standort des Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum des Kreises in Altena-Rosmart. Dort soll ein Feuerwehr-Service-Zentrum entstehen, in dem künftig die Gerätschaften der Einsatzkräfte gewartet und gesäubert werden können. Bisher geschieht dies am Standort der Berufsfeuerwehr an der Dortmunder Straße Iserlohn. Die sieben Mitarbeiter haben allein im Jahr 2021 rund 5.000 Prüfungen und Reparaturen der Pressluftatmer, 7.000 Prüfungen und Reparaturen der Atemschutzmasken, 6.500 Füllungen von Pressluftflaschen, 3.000 Waschmaßnahmen von Ruckschläuchen, 300 Reparaturen von Druckschläuchen, 200 Prüfungen von Chemikalienschutzanzügen, 150 Prüfungen von Atemschutznotfalltaschen sowie diverse Reparaturen von Armaturen schlagen zu Buche. Im FSZ wird sowohl das Abholen von Einsatzmaterialen der Feuerwehren als auch die Verteilung von Schläuchen, Atemschutzgeräten und Chemieschutzanzügen gewährleistet.
Der Platz für das FSZ ist seit Jahren begrenzt. Deshalb hat die Verwaltung den politischen Gremien einen Neubau in räumlicher Nähe zum Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum (BRZ) in Altena-Rosmart vorgeschlagen. Die Unterbringung am Standort Rosmart ermöglicht es zudem, auch Belange des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes zu berücksichtigen sowie durch eine zentrale Fahrzeug-und Lagerhalle die bisher dezentrale Logistik und Lagerhaltung zusammen zu führen.
Katastrophenschutzlager
Der geplante Neubau durch den Märkischen Kreis beinhaltet nicht nur die Werkstattleistung des FSZ, sondern auch ein Katastrophenschutzlager sowie einen Schulungsraum. Der Standort neben dem BRZ, inklusive des Katastrophenschutzlagers, soll die Versorgung mit Einsatzmitteln wie Notstromaggregaten, Sandsäcken, Sandsackfüllmaschinen, die Trinkwasserversorgung, Schutzausrüstung für Pandemien oder Materialien für die Waldbrandbekämpfung sichern.
Nach aktuellen Erkenntnissen ist die Realisierung des Feuerwehr-Service-Zentrums, der Fahrzeughallen für Großfahrzeuge, eines Katastrophenschutzlagers und eines Schulungsbereichs auf dem zur Verfügung stehenden Grundstück zwischen dem BRZ und dem Rettungswachen-Zentralstandort möglich. Dazu ist eine dreigeschossige Bauweise erforderlich. Die Baukosten werden auf gut 11,5 Millionen Euro geschätzt.
49-Euro-Ticket: Bezuschussung Thema der Haushaltsberatungen
Keine Abstimmung gab es im Kreisausschuss zu einem Antrag der Fraktion „Die Linke“. Sie möchte, dass der Märkische Kreis das 49-Euro-Ticket für alle Beschäftigten der Kreisverwaltung mit mindestens 25 Prozent bezuschusst und damit die Nutzung der Job-Ticket-Variante ermöglicht. In den kreiseigenen Gesellschaften soll eine analoge Bezuschussung sichergestellt werden. Der Antrag wird Thema in den Haushaltsplanberatungen. Zuvor soll der Kreis ein Stimmungsbild bei den Städten und Gemeinden einholen.
Mehr Geld für den Natursprinter MK
Sicher scheint im Kreistag die Zustimmung für einen Antrag der Kreistagsfraktionen von SPD und CDU: Demnach soll der Etat für den „Natursprinter MK“ noch im Haushaltsjahr 2023 um 6.250 Euro erhöht werden. Hintergrund: Weil die Nachfrage riesig ist, ist das Budget für den Natursprinter in Höhe von 25.000 Euro bereits nahezu aufgebraucht. Um Kindern und Jugendlichen den Besuch der naturkundlichen Einrichtungen im Märkischen Kreis auch in den kommenden Monaten zu ermöglichen, soll der Etat daher noch in diesem Jahr um 25 Prozent erhöht werden.










