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Der Krankenstand ist im Märkischen Kreis rückläufig. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK NordWest hervor. Danach weist die Gesamtbilanz der Krankmeldungen bei den rund 75.000 AOK-versicherten Arbeitnehmenden für das Jahr 2025 im Märkischen Kreis einen Krankenstand von 7,5 Prozent aus. Im Jahr zuvor lag der Wert bei 7,6 Prozent, bleibt somit trotz Rückgangs auf einem hohen Niveau.
Beschäftigte fehlten im Schnitt 27,3 Tage krankheitsbedingt in ihren Betrieben. Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen verursachten 39,1 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. „Atemwegserkrankungen machten mehr als ein Viertel aller Krankheitsfälle aus und waren mit Abstand wieder der häufigste Grund für eine Krankschreibung", sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider.
Atemwegserkrankungen häufigster Grund für Krankschreibung
Der Anteil der Arbeitsunfähigkeitsfälle (AU-Fälle) aufgrund von Atemwegserkrankungen lag im vergangenen Jahr mit 26,9 Prozent mit weitem Abstand weiterhin an erster Stelle. Danach folgten Muskel- und Skeletterkrankungen (14,5 Prozent), Verdauungserkrankungen (7,1 Prozent) und Verletzungen mit einem Anteil von 5,3 Prozent an allen AU-Fällen.
Verarbeitendes Gewerbe mit höchstem Krankenstand
Im Branchenvergleich ist der höchste Krankenstand bei den AOK-Mitgliedern im Märkischen Kreis im Jahr 2025 mit 8,3 Prozent im verarbeitenden Gewerbe zu beobachten. Der niedrigste Wert war in der Branche Banken und Versicherungen mit 4,7 Prozent festzustellen, heißt es in der Pressemitteilung der AOK NordWest.
Krankenstand im Märkischen Kreis über Niveau von Westfalen-Lippe
Der Krankenstand im Märkischen Kreis beträgt 7,5 Prozent und liegt damit über dem Durchschnitt in Westfalen-Lippe (7,1 Prozent). Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag im Märkischen Kreis bei 10,7 Kalendertagen.
Betriebliches Gesundheitsmanagement einführen
Schneider weist darauf hin, dass sich das Arbeitsleben in den letzten Jahren durch eine zunehmende Digitalisierung, den demografischen Wandel, Fachkräftemangel, Arbeitsverdichtung und Homeoffice deutlich verändert habe. „Hier kann betriebliche Gesundheitsförderung Ansätze bieten, um die Widerstandsfähigkeit und psychische Belastbarkeit der Belegschaft von Betrieben zu stärken. Eine gute Unternehmenskultur und Führung sind zentrale Stellschrauben, um Mitarbeitende gesund zu erhalten und langfristig an die Unternehmen zu binden“, so Schneider.









