Im ersten Halbjahr 2026 flossen 126,3 Millionen Euro an Fördermitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in den Märkischen Kreis. Damit legte das Volumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zu: 2025 lag es noch bei 77,5 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 63 Prozent. Auch die Zahl der Förderzusagen stieg spürbar um 40 Prozent auf insgesamt 1585.

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„Starker Impuls für den Wirtschaftsstandort“

Den größten Sprung verzeichnete die Mittelstandsförderung. Die KfW-Mittelstandsbank steigerte ihr Fördervolumen von 38,2 Millionen Euro auf 81 Millionen Euro. Damit hat sich das Fördervolumen in diesem Bereich mehr als verdoppelt.

Sowohl die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk als auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Florian Müller werten die Entwicklung als positives Signal für den Wirtschaftsstandort. Der Mittelstand bilde “das Rückgrat der heimischen Wirtschaft”, betont Müller und verweist darauf, dass Investitionen in neue Technologien und Energieeffizienz “die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen” stärkten. 

Florian Müller (MdB), CDU
Foto: Tobias Koch

Mehr Förderung für Wohnen und private Investitionen

Neben der Wirtschaft profitierten auch private Haushalte von der KfW-Förderung. Das Fördervolumen in diesem Bereich stieg auf 44,8 Millionen Euro. Gleichzeitig nahm die Zahl der geförderten Wohneinheiten von 2247 auf 2592 zu. Für kommunale und soziale Infrastruktur stellte die KfW zusätzlich rund 0,6 Millionen Euro bereit.

Politische Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen

Bettina Lugk lobt insbesondere die Investitionen in Wohnen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien: „Diese Investitionen kommen direkt bei den Menschen im Märkischen Kreis an.“ Die Fördermittel unterstützten Unternehmen und Privathaushalte gleichermaßen und würden den Kommunen helfen, “ihre Infrastruktur modern und klimafreundlich weiterzuentwickeln”, so Lugk.

Bettina Lugk (MdB), SPD
Foto: Hoffotografen GmbH

Trotz der positiven Entwicklung sieht Florian Müller weiteren Handlungsbedarf. Förderprogramme allein reichten nicht aus: „Wir müssen gleichzeitig für bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und wettbewerbsfähige Lohnnebenkosten sorgen — mit weniger Bürokratie, schnelleren Genehmigungsverfahren und mehr Planungssicherheit“, betont er.

Lange Fördertradition

Die KfW engagiert sich seit 1948 im Auftrag von Bund und Ländern für wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung.

Die aktuellen Zahlen für den Märkischen Kreis:

  • Fördervolumen gesamt: 126,3 Millionen Euro (+63 Prozent)
  • Förderzusagen gesamt: 1585 (+40 Prozent)
  • Mittelstandsförderung: 81,0 Millionen Euro (+112 Prozent)
  • Private Förderung: 44,8 Millionen Euro (+20 Prozent)
  • Geförderte Wohneinheiten: 2592 (+15 Prozent)