In der Ratssitzung im Juni hatte der fraktionslose Aykut Aggül angeregt, mal darüber nachzudenken, wie die Haltestellen in der Gemeinde aufgewertet werden könnten. Sein Vorschlag war es, dass die Gemeinde prüft, ob es möglich ist, Haltestellen mit Sitzmöglichkeiten und einer Überdachung auszustatten und was dieses Kosten würde. Außerdem konnten Vorschläge eingereicht werden, welche Haltestellen einen besonders dringenden Bedarf haben.
Seitens der Verwaltung wurde geprüft, inwiefern eine Realisierung möglich sein könnte. Die Kosten für eine Sitzmöglichkeit in Form einer einfachen Stahlkonstruktion mit Überdachung belaufen sich auf rund 8500 Euro. „Von den insgesamt acht gemeldeten Bushaltestellen könnten sieben entsprechend aufgewertet werden; die Haltestelle Geschwister-Scholl-Straße/AWO-KiTa wird laut Bürgerbusverein nicht angefahren, da die Bewohnerinnern und Bewohner des Pertheshauses direkt vor der Einrichtung einsteigen“, heißt es in der Vorlage der Gemeinde. Demnach würden sich die reinen Anschaffungskosten auf rund 59.500 Euro belaufen.
Fünf der sieben Grundstücke, auf denen die Bushaltestellen aufgewertet werden sollen, befinden sich im Eigentum der Gemeinde, wobei die anderen zwei der Walzwerke Einsal GmbH gehören. „Hierdurch würden weitere Kosten zu Lasten des gemeindlichen Haushaltes entstehen. Weiterhin ist zu prüfen, ob durch den Bau einer Sitzmöglichkeit mit einer passenden Überdachung die Mindestgehwegbreite von 2,50 Meter trotzdem gewährleistet ist. Sollte dies nicht der Fall sein, müsste auf private Grundstücke direkt angrenzend an die Gehwege ausgewichen werden, wodurch weitere, nicht absehbare Kosten durch Grundstückskauf entstehen würden. Die Dauer der Umsetzung der Maßnahme ist nicht absehbar“, heißt es in der Vorlage.
Aus diesen Gründen schlug die Verwaltung vor, das Vorhaben nicht weiter zu verfolgen. Das sahen einige Ausschussmitglieder jedoch ganz anders und so entfachte eine durchaus lange und teils hitzige Debatte. Aykut Aggül und die SPD wollten an den Plänen festhalten. Der Kompromissvorschlag kam schließlich von der CDU. Jens-Philipp Olschewski, Fraktionsvorsitzender der CDU, schlug vor, die Maßnahme zu priorisieren. Also Schritt für Schritt die Maßnahme umzusetzen. Los gehen soll es mit den Haltestellen am Nachrodter Hof und im Obstfeld. Also bei der Pflegeeinrichtung und bei den Supermärkten beziehungsweise dem Hausarzt. Diesem Vorschlag konnte auch die UWG folgen. Auch Aykut Aggül und die SPD stimmten diesem Kompromissvorschlag zu und so wurde einstimmig eine Empfehlung an die Ratsmitglieder formuliert.
Der Rat tagt am Montag, 16. Dezember, ab 17 Uhr im Schlosshotel Holzrichter in Veserde.









