Dass die Bewirtung an der Lenneterrasse nicht fortgeführt werden konnte, ist nur ein Beispiel für fehlendes Ehrenamt. Viele möchten das Angebot nutzen. Aber wenn jeder nur nutzt, werden Angebote wie diese nicht mehr gestemmt. Im ländlichen Raum sichert das Ehrenamt die Lebensqualität, wie es kommunale Strukturen alleine nicht schaffen könnten. Ob die freiwillige Feuerwehr, die in Notlagen rettet, der Sportverein, der Jung und Alt zusammenbringt, die Nachbarschaftshilfe, die Menschen zur Seite steht oder der Kultur-Schock der das kulturelle Leben in den vergangenen Jahren maßgeblich prägte – ohne das Engagement Einzelner wäre das Leben in unseren Dörfern ärmer, schwieriger und deutlich teurer. Ehrenamtliche stärken den sozialen Zusammenhalt, schaffen Begegnungen und halten das kulturelle Leben lebendig.
Das Besondere am Ehrenamt: Es schenkt nicht nur anderen etwas, sondern auch einem selbst. Gemeinschaftsgefühl, die Möglichkeit, eigene Talente und Fähigkeiten sinnvoll einzubringen, Anerkennung und das gute Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun – all das sind unbezahlbare Erfahrungen, die ein Ehrenamt bietet. Es macht Freude, zu sehen, wie die eigene Tatkraft die Umgebung positiv verändert und Menschen zusammenführt. Es gibt unzählige Möglichkeiten, etwas zu bewegen – und jede helfende Hand ist wertvoll. Zusammen gestalten wir so eine lebendige, lebenswerte Zukunft für uns alle. Und dann ist es so, wie einst der amerikanische Autor H. Jackson Brown Jr. sagte: „Man darf nie vergessen, dass die glücklichsten Menschen nicht die sind, die mehr bekommen, sondern die, die mehr geben.“









