Das Gymnasium begrüßte in diesen Tagen erneut eine Delegation aus fünf Schülern sowie zwei Lehrkräften aus Kolumbien. Wie auch in den Vorjahren stand der Austausch im Zeichen eines speziellen Themas: In diesem Jahr lautet das Motto „Nachhaltiger Konsum aus interkultureller Perspektive“. Hierzu wurde ein Projektkurs gebildet, der neben den kolumbianischen Gästen aus etwa zehn Schülern des Evangelischen Gymnasiums besteht.
Es lag nahe, sich auch im Rathaus in einem direkten Gespräch über die Anstrengungen der Stadt Meinerzhagen auf diesem Gebiet zu informieren. Die Begrüßung am Freitag, 21. April, übernahm Bürgermeister Jan Nesselrath, der in seiner Rede die Vorzüge Meinerzhagen hervorhob, den Tourismus mit Radfahren und Wandern lobte und Weltfirmen wie Otto Fuchs als prägende Wirtschaftsunternehmen nannte. „Das alles macht es so schön und ich bin froh, dass ich seit 2014 hier Bürgermeister sein darf“, sagte Nesselrath. Als er die Gäste fragte, wie sie Meinerzhagen fänden, lautete die Antwort „Meinerzhagen es muy bonita“ (Meinerzhagen ist sehr hübsch). Genau das wollte Nesselrath hören.

„Dieser Schüleraustausch und die Projektarbeit sind in Kombination eine ganz große Chance, verschiedene Blickwinkel einzunehmen und ganzheitlich auf die globalen Probleme und die Lösungsmöglichkeiten vor Ort zu schauen. Hier schaffen junge Menschen wichtige Grundlagen für gegenseitiges Verständnis und weiten ihre Horizonte, und ich freue mich, dass wir auf diese Weise einen weiteren kleinen Baustein für die Zukunft unserer Jugend legen können“, so Nesselrath weiter. Abschließend betonte er noch, dass Austausch sehr wichtig sei, ginge es doch darum, Barrieren zu überwinden und viele Probleme in der Welt gemeinsam anzupacken.
Über die inzwischen zweite Zertifizierung Meinerzhagens als Fairtrade-Stadt, die auf nachhaltigen und fairen Konsum setzt, berichtete der städtische Klimaschutzbeauftragte Eric Ludewig in einer kurzen Präsentation, an die sich eine Diskussion etwa über die Kriterien nachhaltigen Konsums, die Strukturen, die dafür weltweit und lokal entwickelt werden müssen und um einen gemeinsamen Wertestandard, mit dem der Handel mit Bauern und Produzenten rund um den Globus ausgebaut werden kann.
Nach einem interessanten Vormittag im Rathaus erwartet die Besucher noch ein volles Programm, bevor sie sich in wenigen Tagen wieder in ihre Heimat verabschieden. Der Gegenbesuch der Meinerzhagener Schüler ist im Herbst geplant und soll dem weiteren Ausbau der Partnerschaft zwischen den beiden Schulen dienen.









