Die Summe von über vier Millionen Euro erbittet der dafür zuständige Fachdienst Kultur und Tourismus von den Kreispolitikern, die sich in den kommenden Wochen mit dem 2024er Etat beschäftigen. Der Kreishaushalt soll in der Dezember-Sitzung des Kreistages beschlossen werden.
1,995 Millionen Euro für die Kreismuseen
Für die Museen des Märkischen Kreises – die Burg Altena, das Deutsche Drahtmuseum in Altena sowie die Luisenhütte in Balve-Wocklum veranschlagt der Kreis insgesamt gut 1,995 Millionen Euro. Das sind fast 290.000 Euro mehr als in diesem Jahr.
Mit 369.767 Euro etwas geringer erwartet der Fachdienst nächstes Jahr die Ausgaben für das Kreisarchiv und die Landeskundliche Bibliothek. Die Kosten für das Märkische Jugendsinfonieorchester (MJO) sollen um 18.806 Euro auf knapp 147.000 Euro steigen. Die Tourismusförderung will sich der Kreis 591.000 Euro kosten lassen – knapp 20.000 Euro mehr als im laufenden Haushaltsjahr.

277.440 Euro für Veranstaltungen geplant
Für die verschiedenen Kulturveranstaltungen plant der Kreis einen Zuschussbedarf in Höhe von 277.440 Euro. Das wären 14.565 Euro mehr als in diesem Jahr. In 2024 sind folgende Veranstaltungen geplant: die Puppentheater-Tage (11.000 Euro), die Sommerveranstaltung „Anno-Tuck“ (36.000 Euro), eine Winterveranstaltung (34.300 Euro) auf Burg Altena und das „Band-Camp“ (11.500 Euro) im „AquaMagis“ in Plettenberg. An der Luisenhütte Wocklum wird wieder das Kulturfestival „Luise heizt ein“ stattfinden (43.000 Euro).

Auf Eintrittsgelder wird verzichtet
Der Kreis erwartet Erträge in Höhe von 663.427 Euro – zumeist aus Kostenerstattungen, Leistungsentgelten oder Zuschüssen. Verzichten möchte der Kreis künftig auf Eintrittsgelder in seinen Museen. Das würde Mindereinnahmen in einer Größenordnung von gut 133.000 Euro bedeuten.
Kompensiert werden soll der Verlust unter anderem durch die Einsparung einer Stelle beim Aufsichtsdienst (63.000 Euro). Der Kreis hofft durch den Verzicht auf Eintrittsgelder eine Steigerung der Besucherzahlen um 30 Prozent.

Personalausgaben größter Ausgabeposten
Größer Kostenposten sind die Personalausgaben in Höhe von erwarteten 1,658 Millionen Euro. Der Stellenplan weist 25 Stellen für den Bereich Kultur- und Tourismus aus. Ein Teil der Aufwendungen wird durch Landesmittel refinanziert. Zusätzlich werden einige kleinere Veranstaltungen aus diesem Ansatz unterstützt. Ausgaben entstehen dabei etwa für Honorare, Bühnentechnik, Sicherheit, Gema-Gebühren, Beiträge für die Künstlersozialkasse (rund 3100 Euro), das Marketing und die Unterbringung von Künstlern. Für die Organisation und Durchführung der Kulturveranstaltungen des Märkischen Kreises seien aufgrund der Preissteigerungen für Dienstleistungen höhere Ausgaben einzuplanen, so argumentiert die Verwaltung in Richtung Kreispolitik.









