Allein die Tatsache dass es einen konkreten Termin für die beliebte Party auf dem Schulhof gibt, dürfte viele Nachrodt-Wiblingwerde freuen. Dass nun auch noch eine bekannte Liveband auftritt, ist das Tüpfelchen auf dem I. Die Coverband steht in der Region für Partystimmung durch handgemachte Livemusik. Das Repertoire umfasst Lieder von Rock über Pop und Schlager bis hin zu Crossover und Neue Deutsche Welle. „Natürlich ist so eine Liveband noch einmal eine ganz andere Nummer als ein DJ. Und das finanzielle Risiko ist auch etwas größer. Daher gibt es aktuell Überlegungen, Eintritt zu nehmen. Wie genau wir das alles machen, müssen wir aber noch planen“, erklärte Bäcker. Organisiert wird das Ganze überwiegend von den Jedermännern des Vereins.
Und noch eine Unsicherheit gebe es: Die Sanierung der Schule ist mächtig im Zeitverzug. „Sollte das da nichts werden, können wir bestimmt nochmal zur Kirche. Aber das muss man alles sehen und in Gesprächen klären. Erstmal stehen der Termin und die Band“, sagte Bäcker.
Das Konzert ist jedoch nicht der einzige Termin, der bereits geplant ist. Am 20. April soll für Schulkinder eine Fahrt in die Trampolinhalle nach Witten stattfinden. Detailierte Informationen werden auch dafür noch folgen. Für den 22. Juni ist erneut ein Tag des Sports geplant und am 9. November ein Spielenachmittag in der Turnhalle.

Allgemein blickten die Vereinsmitglieder auf ein erfolgreiches Jahr zurück – auch wenn Kassierer Daniel Bröder einen deutlichen Mitgliederrückgang vermeldete. Der habe aber einen Grund: „Es ist nicht so, dass wir so viele Abmeldungen haben. Ich habe mich in den letzten Wochen um die Pflege der Mitgliederliste gekümmert. Es gab viele, die inzwischen andere Nachnamen, Adressen und Bankverbindungen haben“, erklärte Bröder. Er bewies zwar in vielen Fällen detektivisches Geschick, jedoch konnten nicht alle Fälle geklärt werden. Sodass 30 sogenannte „Karteileichen“ aus dem Mitgliedsbestand herausgenommen wurden. „Natürlich klingt es toll, wenn wir 800 Mitglieder haben. Aber wir müssen auch für alle Mitglieder Abgaben zahlen. Insofern ist eine solche Bearbeitung der Listen wichtig und sinnvoll“, betonte der Vorsitzende Jens Grote.
Martin Neumann mit wenig Rückendeckung gewählt
Im Rahmen der Wahlen gab es ungewohnte Diskussionen. Während der Vorsitzende Jens Grote, Schriftführer Jörg Mareé, Beisitzerin Nicole Wünsch und Beisitzer Jens Simon einstimmig gewählt wurden, gab es um Pressewart Martin Neumann große Diskussionen. Neumann selbst war nicht da, hatte aber im Vorfeld signalisiert, dass er sich noch einmal zur Wahl stellen würde. Schon bei der vergangenen Wahl hatte es Enthaltungen gegeben, dieses Mal wurde jedoch deutlich, dass er nicht auf den Rückhalt der Mitglieder setzen kann. Der Vorsitzende musste mehrfach nachzählen.
Am Ende war klar: Neumann bleibt im Amt mit zehn Ja-Stimmen, 15 Enthaltungen und einer Gegenstimme. „Das hat es so in der Geschichte des Turnvereins auch noch nicht gegeben. Wir nehmen dieses Ergebnis natürlich mit und werden das Gespräch suchen“, betonte Grote. Neumann selbst steht dem Verein die kommenden sechs Monate aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. „Müssen wir den Posten laut Satzung denn besetzen? Wenn er jetzt eh nicht da ist, kann man das doch vielleicht einfach offen lassen“, kam ein Vorschlag. Das sei jedoch nicht möglich. Zudem handele es sich um Enthaltungen und nicht um Gegenstimmen. Insofern sei er gewählt. Grote betonte aber auch, dass die Internetseite bereits nicht mehr durch den Pressewart betreut werde und auch die Gruppen persönlich den Kontakt zur Presse suchen können und somit selbst für ihre Öffentlichkeitsarbeit aktiv werden können und dies nicht über Neumann gehen müsse.

Probleme gibt es für den Verein mit dem Boden der Turnhalle. Wie bereits berichtet, wurde der Hallenboden von einer Reinigungsfirma mit einem falschen Reinigungsmittel geputzt. „Das merken wir noch immer. Stellenweise ist es sehr glatt. Aber die Firma ist bemüht. Zwei Mal in der Woche wird der Boden mit Spezialmitteln behandelt. Dann geht es“, berichtete Grote.









