Kuti ist ein ziemlich cooler Typ. Grün, viereckig und mit viel Inhalt. Er sieht aus wie ein kleiner Tisch mit bunten Knöpfen. In der Mitte ist ein Display eingebaut. Es besteht aus hochwertigen TFT-Monitoren und ist durch bruchfestes Sicherheitsglas geschützt. „Praktisch unkaputtbar“, sagt Büchereileiterin Dagmar Plümer. Sie und ihr Team haben den Tisch ausgiebig getestet. „Alle sind begeistert.“
Auch Rolf Scholten hat sich schon an der Spielekonsole versucht. „Mit mäßigem Erfolg“, gesteht er. Dennoch: Der Vorsitzende des Fördervereins Freunde der Stadtbücherei freut sich, dass das Angebot der Bücherei mit „Kuti“ um 20 Spielesammlungen und Quizze erweitert worden ist.
Bei einer Vorstandssitzung im Januar hatte Dagmar Plümer die Anschaffung des Spieletisches angeregt. Nachdem sich der Vorstand intensiver mit dem Spieletisch befasst hatte, fiel die Entscheidung für Kuti, obwohl das Gerät immerhin 1640 Euro kostet.
Auch ein Stück Leseförderung
„De Konsole passt in die Bücherei als dritter Ort, an dem sich Menschen begegnen, sich unterhalten und eben auch spielen können“, sagt der Vorsitzende der Freunde der Stadtbücherei. Dazu kommt: „Der Tisch ist auch ein Stück Leseförderung. Immerhin müssen die Kinder die Spieleanleitungen verstehen oder sie sich mit ihren Eltern erarbeiten.“ Auch die Büchereileiterin wertet es als großen Vorteil, dass Kuti Kinder spielerisch ans Lesen heranführt.
Einige der Spiele sind bewusst lernorientiert und auf Zusammenarbeit angelegt und verfügen über gemeinsame Ziele. So treten der Wettbewerbsgedanke und das Kräftemessen in den Hintergrund. Das spielerische Lernen deckt alle Bereiche menschlicher Aktivitäten ab – funktionale, motorische und soziale Kompetenzen werden durch den gemeinsamen Einsatz von Körper und Geist geschult.
Kuti braucht kein Internet
Statt gemeinsam auf einen großen Bildschirm zu schauen und zu spielen, sitzt man an Kuti wie an einem Tisch, fast wie bei einem Brettspiel, kann seine Mitspielerinnen und Mitspieler sehen und wirklich gemeinsam statt nur nebeneinanderher spielen. Kuti ist autark, braucht kein Internet, keine Administration, nur Spielerinnen und Spieler, die Spaß haben wollen. Zudem ist Kuti absolut sicher, ein komplett geschützter Raum, der nicht verändert oder manipuliert werden kann. Kinder und Jugendliche sind beim Zocken nicht nur nicht alleine sondern auch noch absolut sicher.
Die Idee zu Kuti, einem sogenannte „MultiUser-Tabletopgame“, ist im Master-Erstsemesterkurs „Game Produktion“ an der Fakultät Design, Medien und Information an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg entstanden.










