Lange war unklar, was mit dem Gebäude und dem Grundstück der ehemaligen Grundschule Klagebach geschehen soll – nun hat der Rat in seiner nichtöffentlichen Sitzung entschieden, dass auf dem Gelände Wohnraum entstehen soll. Die SPD äußert Bedenken an den Plänen der Gemeinde.
„Wir haben zu wenig freie Grundstücke in der Nähe der Innenstadt“, erklärt Hajo Kapfer, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Schalksmühle, im Gespräch mit LokalDirekt. Die SPD sehe daher eine Wohnbebauung kritisch, da sich die Gemeinde so selbst potentielle Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Ortskerns nehme.
Die Bilanz, so begründen die Sozialdemokraten ihre Bedenken weiter, weise außerdem noch einen Restwert von mehr als 600.000 Euro für Gebäude und Grundstück aus. Da bei einem solchen Projekt üblicherweise die Abrisskosten mit dem Kaufpreis verrechnet werden, bliebe nur ein Bruchteil als Erlös übrig. Der Rest könne dann nur noch abgeschrieben werden – dies käme einer Wertevernichtung gleich.
Die SPD-Fraktion, so Kapfer, habe daher gegen eine mögliche Wohnbebauung gestimmt: „Bei den derzeitigen Preisen ist unseres Erachtens nach auch gar nicht kalkulierbar, wie viele Interessenten sich für die Grundstücke überhaupt finden lassen würden.“
Insgesamt, sagt Hajo Kapfer, sei es nach Ansicht der SPD kontraproduktiv für die positive Entwicklung der Gemeinde, „die Fläche aus der Hand zu geben.“









