Weil die alten Spielgeräte völlig marode waren, wurden sie im vergangenen Jahr von den Eltern in Eigenregie abgebaut. Nicht nur, dass sie nicht mehr schön aussahen; von dem einen oder anderen Gerät ging auch ein gewisses Verletzungsrisiko aus. An einem Nachmittag im September packten also alle mit an und bauten die kaputten Geräte ab. So sollte eigentlich Platz für neue Spielgeräte entstehen.
Doch es passierte nichts. Für die Eltern zunächst unverständlich. „Wir haben die Awo daraufhin kontaktiert und nachgefragt“, berichtete Stefan Blinne vom Elternbeirat der Igel-Gruppe. Als Antwort sei gekommen, das zunächst das Dach des Kindergartens Priorität habe. „Also sind wir als Elternrat nun selbst aktiv geworden“, erzählte Stefan Blinne. Gemeinsam wurde ein Sponsorenlauf in der Lennehalle organisiert.

„Es ist einfach toll, was hier heute los ist“, freute sich Blinne. Runde um Runde rannte die rund 60 Kinder der Einrichtung in der Halle. Der Ehrgeiz war groß. Schließlich wussten die Kinder, um was es ging. „Mit jeder Runde wird Geld für einen neuen Spielturm gesammelt“, berichtete Blinne. 15.000 bis 20.000 Euro koste ein solches Spielgerät locker. Geht es nach Kindern und Eltern gibt es dort Klettermöglichkeiten, eine Rutsche und eine Sand-Matschküche. Außerdem soll der bestehende Sandkasten erweitert werden. Für jede gelaufene Runde gab es ein Gummiband. Manche Kinder liefen so viele Runden, dass die Bänder gar nicht mehr alle an die kleinen Arme passten.
Wie erfolgreich die Aktion war, zeigte sich am Ende. 3500 Euro erliefen die kleinen Sportler.









