„Wir leben gegenwärtig in herausfordernden Zeiten, die auf Privathaushalte, Wirtschaftsunternehmen und die öffentliche Hand gleichermaßen einwirken. Die positive und im zweiten Halbjahr sogar noch gestiegene Tendenz der Fördernachfragen bei der KfW insgesamt lässt mich deshalb sehr zuversichtlich in die Zukunft schauen. Insbesondere in der Export- und Projektfinanzierung stellt die KfW eine Aufwärts-Entwicklung fest“, freut sich der heimische Bundestagsabgeordnete Paul Ziemiak (CDU).
Dem schließt sich auch MdB Bettina Lugk (SPD) in einer Mitteilung an: „Auch in außergewöhnlichen Zeiten ist auf die KfW Verlass. Allein 43 Millionen Euro hat die KfW im vergangenen Jahr für die Abfederung der Gas- und Wärmepreise sowie 70 Millionen Euro für energieeffizientes Bauen und Sanieren im Märkischen Kreis bereitgestellt. Das ist für mich ein beeindruckendes Beispiel.“
Das Fördervolumen schlüsselt sich für den Märkischen Kreis auf in 74 Millionen Euro für den Mittelstand, der maßgeblich bei Gründungen und Unternehmensinvestitionen, aber auch bei energieeffizienten Umbauten unterstützt wird. Weitere 48,6 Millionen Euro kommen privaten Kunden über Studienkredite, das KfW-Wohneigentumsprogramm und ebenfalls energieeffizienten Umbauten zugute. 43,4 Millionen Euro fließen schließlich in die kommunale und soziale Infrastruktur, zu der im Wesentlichen eine Soforthilfe und die Preisbremse Gas und Wärme zählt.
Florian Müller (CDU) äußert Besorgnis
Der heimische Bundestagsabgeordnete Florian Müller (CDU) hingegen äußert seine Besorgnis über den starken Rückgang der KfW-Fördermittel.
„Auf den ersten Blick wirken die Zahlen positiv. Insgesamt verzeichnen wir aber einen Rückgang der Fördermittel um rund 10 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr.“ Im Jahr 2022 waren demnach noch 184,3 Millionen Euro in den Märkischen Kreis geflossen. Bereits von 2021 auf 2022 waren die Zahlen um 25 Prozent eingebrochen (von 245 Millionen Euro in 2021 auf 184,3 Millionen Euro in 2022), so Müller.
Obwohl die gesamte Fördersumme von 86,9 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 74 Millionen Euro im Bereich mittelständischer Unternehmen nur leicht gesunken sei hätten sich Förderungen im Bereich Gründung, Unternehmensinvestition sowie Innovation teils mehr als halbiert. Dies ordnet der heimische Bundestagsabgeordnete als besorgniserregend ein.
„Im Jahr 2022 gab es noch 47 Gründungsförderungen. Diese Zahl ist auf insgesamt 27 Förderungen in 2023 gesunken. Auch Innovationen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Wirtschaftswachstums. Ein Rückgang auf 0 zeigt, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen immer unattraktiver werden“, betont Müller. „Um international wettbewerbsfähig zu sein, müssen wir hier ansetzen.“
Aber nicht nur im Bereich mittelständischer Unternehmen sei die Fördersumme zurückgegangen. Auch im Bereich der privaten Kunden verzeichne die KfW einen starken Rückgang der Fördermittel von 42 Prozent. Besonders im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien gingen Fördermittel um insgesamt 65 Prozent zurück, so Müller
Angestiegen sei die Nachfrage von Unternehmen nach Fördermitteln für Vorhaben zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Strom- oder Wärmeerzeugung. Der Anstieg liege bei 21 Prozent. „Mit Blick auf die gestiegenen Energiekosten rückt die Energieversorgung immer stärker in den Blick der Unternehmen“, so Müller.










