Es ist 13 Uhr auf dem Rathausplatz in Schalksmühle und für die 66-jährige Kerstin Schock beginnt die erste eigene Fahrt mit dem Bürgerbus. „Ich möchte nochmal neben der Rente einen Nebenjob machen und unter Leute kommen“, erklärt die neue Bürgerbusfahrerin. Vorher ist die Rentnerin bereits ein paar mal mit Begleitung den Fahrplan entlang gefahren, aber am Montagmittag war es dann endlich so weit: die erste Fahrt alleine.
Fahrdienstleiter Michael Hoffmann weiß, dass die Fahrt mit dem Bürgerbus anspruchsvoll ist. Der Bus müsse nämlich zu Stellen fahren, zu denen ein normaler Linienbus nicht hinkomme. Das ist für Kerstin Schock kein großes Problem. „Man muss mit ein paar Sachen klarkommen, wie beispielsweise dem Wendekreis vom Bus, aber insgesamt habe ich trotzdem ein gutes Verhältnis zu Autos und komme allgemein mit der Fahrt zurecht“, erklärt die ehemalige Tankstellen-Mitarbeiterin.

„Wir sehen immer gerne neue Fahrer bei uns. Insgesamt stärkt das alles unsere Gemeinschaft. Wir machen öfters Ausflüge oder Grillabende. Auch die Weihnachtsfeier ist immer sehr beliebt“, erklärt Michael Hoffmann. Die Rentnerin gehört jetzt zu den insgesamt 21 Ehrenamtlern in Schalksmühle, die den Bürgerbusverkehr am Laufen halten. Sie ist eine von zwei Frauen, die den Bürgerbus fahren. Zwei bis drei Mal im Monat wird sie künftig hinterm Lenkrad sitzen.










