Schlechte Nachrichten für die Eishockey-Fans im Sauerland. Für die Sanierung der Eissporthalle am Seilersee in Iserlohn gibt es vorerst keine Fördermittel vom Bund. Das hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner jüngsten Sitzung entschieden.

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„Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner die Förderung von 314 Sportstätten mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beschlossen, heißt es in einer Mitteilung. Insgesamt stehen im Wirtschaftsplan des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität 333 Millionen Euro für diese Förderrunde zur Verfügung. 

Sanierung kostet 19,1 Millionen Euro

Die Roosters, Hallen-Eigentümerin Städtische Bädergesellschaft und die Ratsmitglieder in Iserlohn hatten auf eine Fördersumme von rund acht Millionen Euro gehofft. Die komplette Sanierung der Eissporthalle soll 19,1 Millionen Euro kosten.

Aus dem Märkischen Kreis war lediglich die Stadt Plettenberg erfolgreich. Sie erhält für die Sanierung des Stadtstadions Elsewiese einen Zuschuss in Höhe von 534.461,64 Euro. Auch für die Lehrschwimmbecken am Seilersee in Iserlohn und in Letmathe sowie die Turnhalle in Hemer-Ihmnert fließen vorerst keine Fördermittel.

Entscheidung für Breiten- und Vereinssport

Zur Entscheidung sagt Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: „Ich danke dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages ausdrücklich für die Bereitstellung der Mittel im Rahmen des neuen Bundesprogramms ‚Sanierung kommunaler Sportstätten‘. Mit dem Programm investieren wir gezielt in eine zukunftsfähige Infrastruktur: modern, barrierefrei und nachhaltig. So stellen wir sicher, dass gute Bedingungen für den Breiten- und Vereinssport auch langfristig erhalten bleiben – auf dem Platz, in der Halle und im Schwimmbad.“

3600 Interessensbekundungen

Bundesweit waren 3600 Interessensbekundungen mit einer beantragten Fördersumme in Höhe von 7,5 Milliarden Euro eingereicht worden. Allein von den NRW-Kommunen und -Landkreisen wurden 558 Projektskizzen mit Projektkosten von rund 2,62 Milliarden Euro und einer beantragten Bundesförderung von 1,26 Milliarden Euro gemeldet. Jetzt warten alle diejenigen, die bisher nicht berücksichtigt worden sind, auf die 2. Tranche (333 Millionen Euro) und den voraussichtlichen Förderaufruf im Herbst.