Das Kaufhaus Gassmann an der Meinerzhagener Hauptstraße öffnet am heutigen Montag, 20. März, zum letzten Mal. Dieser konkrete Termin wurde kurzfristig festgesetzt, die Schließung warf aber schon geraume Zeit ihre Schatten voraus. Die massiven Rabatte sowie Hinweisschilder bereiten die Kunden auf das Ende vor. Die Schaufenster waren am Montagmorgen schon weitgehend leer, lediglich ein Stapel Kartons der Spielzeugmarke „Playmobil“ füllte einen Bereich noch mit bunten Farben.
Wesentlich mehr Auswahl erwartet die Kunden auf den beiden Verkaufsetagen, obgleich auch hier schon etliche Regale ausgeräumt sind.
Viele Passanten und Kunden bekunden ihr Bedauern über die Schließung des kleinen Universal-Kaufhauses: „Hier bekam man von der Nähnadel bis zum Klebeband alles, was man so brauchte“, erzählt eine ältere Dame. Kleine Waren, die natürlich nicht die Umsätze brachten, die für einen rentablen Betrieb eines solchen Hauses nötig wären. Dessen Belegschaft auch am letzten Tag tapfer die Fahne hochhält und sich allmählich bewusst wird, was hier heute passiert: „Ich wollte nochmal Rolltreppe fahren“, scherzt eine Verkäuferin, die mal bei ihren Kolleginnen im Obergeschoss nach dem Rechten sehen will.
Dort, wo Bücher verkauft wurden. Vor allem aber Spielwaren und Haushaltsartikel. Und Batterien. Für einen Kunden leider nicht die passende, denn er benötigt eine bestimmte Knopfzelle: „Was suchst Du denn?“, fragt die Verkäuferin, die den Kunden offenbar näher kennt. Den eigentlich gängigen Typ „2032“ kann sie nicht mehr finden, was wohl dem Ausverkauf geschuldet ist. Hilfsbereit verschwindet sie kurz, um im Lager zu schauen, ob sie noch ein Exemplar findet.

Aus Meinerzhagen wird sich das Unternehmen Gassmann nun verabschieden, in Witten und Essen bleiben allerdings noch zwei Häuser erhalten. Mit dem heute letztmalig geöffneten Standort schließt nicht nur ein Geschäft mit einem breiten Sortiment, einer erstaunlich großen Auswahl. Es schließt ein Haus mit einem gewissen nostalgischen Charme.










