Von 1983 bis 2006 war Karl Balkenhol in Halver als Pfarrer tätig. Auch über den Beginn seines Ruhestands im Jahr 2006 hinaus engagierte sich Balkenhol in der Pfarrei ebenso wie in Halver. Er übernahm Gottesdienste und kümmerte sich weiter mit Herzblut um „seine“ Hilfsprojekte in Polen und Moldawien. Karl Balkenhol pflegte enge Kontakte zur Partnergemeinde in Moldawien. Für seinen humanitären Einsatz erhielt Balkenhol im Jahr 2000 das Bundesverdienstkreuz am Bande aus den Händen des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. Bereits im Februar 1993 zeichnete ihn die Stadt Halver mit dem Wappenteller für seine Dienste im Sozialen aus.
Geboren wurde Karl Balkenhol am 19. September 1933 in Bochum. Er hatte drei Geschwister: seinen Zwillingsbruder Hans, sowie einen älteren Bruder und eine ältere Schwester. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder studierte Karl Balkenhol nach dem Abitur Theologie. Am 23. Juli 1959 wurden beide in der Propsteikirche in Bochum geweiht. Danach wurde er Kaplan in der Gemeinde St. Josef in Essen-Kupferdreh. In dieser Zeit verwirklichten Hans und Karl Balkenhol ihr größtes Projekt: Sie renovierten das älteste Schwarzwälder Bauernhaus, den Abrahamshof in Wolfach. Das bis heute als Schwarzwaldheim Thomas Morus bekannte Jugendferienheim wurde 1964 umgebaut.
Ab 1966 war Karl Balkenhol als Kaplan in Oberhausen-Buschhausen tätig, 1970 wurde er Stadtjugendseelsorger in Bochum. Im Jahr 1974 trat Karl Balkenhol sein Amt als Pastor in Ennepetal-Büttenberg an, bevor er 1983 nach Halver kam.
Seine Zeit in der Pfarrei Christus-König prägte Karl Balkenhol mit großem – auch außerkirchlichem – Engagement. Im Jahr 2019 feierte er mit vielen Freunden das 60-jährige Jubiläum seiner Priesterweihe.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte Karl Balkenhol im Seniorenzentrum Bethanien. Auch dort blieb er nicht inaktiv, sondern lud seine Mitbewohner regelmäßig zu Gesprächen und kleinen Andachten ein.
Neben seinem beinahe lebenslangen Engagement für soziale Projekte war Karl Balkenhol zudem leidenschaftlicher Ski- und ein mindestens ebenso leidenschaftlicher Autofahrer. Er war über viele Jahre Mitglied des Rotaryclubs Meinerzhagen-Kierspe und als wahrer Menschenfreund bekannt. Karl Balkenhol war immer zu unkonventionellen Ansätzen bereit, die den Menschen nutzten.









