Die Flexibilisierung von Betreuungszeiten in Kindertageseinrichtungen war ein zentrales Thema in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Mittwoch. Dabei ging es sowohl um die künftige Gestaltung der Betreuungsangebote als auch um die Auslastung der städtischen Kita in Landemert.

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Einstimmig bei einer Enthaltung beschloss der Ausschuss, ab dem Kindergartenjahr 2027/2028 auf die Beantragung der Landesförderung zur Flexibilisierung der Kindertagesbetreuung zu verzichten. Damit entfällt zugleich der städtische Eigenanteil von rund 31.500 Euro pro Kindergartenjahr. Die Förderung diente bislang unter anderem dazu, die Öffnung von Kindertageseinrichtungen während der gesamten Sommerferien zu finanzieren. Für dieses Angebot haben in diesem Jahr zwei Familienzentren Bedarf angemeldet.

Im Ausschuss sprach Dietmar Rottmann (CDU) die generelle Flexibilisierung der Betreuungszeiten an. „Das wäre für viele Familien sinnvoll. Aber offenbar bekommen wir das bisher aus organisatorischen Gründen nicht hin“, sagte er. Seine Fraktionskollegin Lisa-Marie Grebe kritisierte, dass viele Eltern 45 Wochenstunden buchen und bezahlen müssten, obwohl sie diese nicht vollständig nutzten. Ähnliches gelte für die Mittagsverpflegung, die häufig pauschal berechnet werde. Als Beispiel nannte sie Neuenrade, wo Mahlzeiten tageweise abgemeldet und nur tatsächlich in Anspruch genommene Leistungen bezahlt werden müssten.

Karin Florath berichtete aus dem katholischen Familienzentrum St. Laurentius, dass dort eine Abmeldung der Mittagsverpflegung jeweils bis 9.30 Uhr möglich sei.

Fachbereichsleiter Christoph Wilk kündigte an, dass nach den Vorgaben des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) ab 2027 eine neue Staffelung der Betreuungsstunden eingeführt werde. Zudem laufe der Vertrag mit dem derzeitigen Caterer im Sommer 2027 aus. „Danach werden wir eine andere Lösung suchen“, sagte Wilk.

Ein weiteres Thema war die städtische Kindertageseinrichtung in Landemert. Die Einrichtung war ursprünglich für zweieinhalb Gruppen mit insgesamt 50 Plätzen konzipiert. Nach Abschluss des Anmeldeverfahrens sind jedoch lediglich 39 Plätze belegt. Da inzwischen allen Plettenberger Familien ein Betreuungsplatz angeboten werden konnte, rechnet die Verwaltung nicht mehr mit einer größeren Zahl weiterer Anmeldungen.

Nach Rücksprache mit dem Landesjugendamt empfiehlt die Stadt deshalb, die halbe Gruppe zu schließen und die Einrichtung künftig dauerhaft mit zwei Gruppen der Gruppenform I zu betreiben. Der Jugendhilfeausschuss stimmte dem Verwaltungsvorschlag zu. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat der Stadt.